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NarrenarenaJecker Wettkampf der Karnevalsvereine in Wipperfürth

2 min
Das Foto zeigt zwei Teams, die Dominoreihen errichten

Das Aufbauen von Dominoreihen war eine der Disziplinen

13 Karnevalsvereine aus dem Bergischen kamen zur Narrenarena in Wipperfürth zusammen. Bei allerlei jecken Spielen stand der Spaß im Vordergrund.

Am Sonntagvormittag veranstaltete die Narrenzunft Neye in der Alten Drahtzieherei zum zwölften Mal ihre Narrenarena – eine lustige Olympiade, bei der 13 bergische Karnevalsvereine gegeneinander angetreten sind. „Heute ist einfach nur Spielen angesagt“, verkündete Narrezunft-Präsident René Löhr. Seine Frau Tanja Löhr, die die Spiele gemeinsam mit Rebekka Eschbach, Nadine Dehmel und Maren Wittke geleitet hat, verkündete, dass es in jedem Jahr andere Herausforderungen gebe.

Zum Aufwärmen zog die Narrenzunft Neye mit ihrem Dreigestirn Prinz Uli I., Bauer Lars und Jungfrau Lisbeth in den Saal, begleitet von Gefolge und den Tanzgruppen des Tanzkorps Blau-Weiß Neye, die die Jecken mit akrobatischen Tänzen erst einmal auf Touren brachten. Danach ergriff Prinz Uli das Wort und eröffnete die Narrenarena: „Wir sind sieben Dörfer und eine Stadt – Gemeinschaft ist uns das Wichtigste.“ Hinsichtlich des Spielverlaufs orakelte er: „Ich wünsche dem zweiten Sieger alles Gute – wer der Gewinner wird, ist ja klar.“

Wipperfürther Tanzkorps Blau-Weiß Neye sorgt für Stimmung

Anschließend maßen sich Teams aus den Vereinen beim Aufbau von Dominoketten oder beim Ablegen von Stoffsäckchen im Tic-Tac-Toe-Areal. Schwierig war es, in einem Ballkreis einen Luftballon in der Schwebe zu halten und gleichzeitig die meisten Bälle in einen Eimer zu befördern. Gummitwist erlebte eine Renaissance – nicht auf dem Boden, sondern auf dem Tisch. Dabei mussten vier Spieler mit einem Netz aus Gummis Becher zu einer Pyramide auf- und anschließend wieder abstapeln – und das im Wettlauf gegen die Zeit.

Eine große Herausforderung war das Tischvolleyball, wo je zwei Spieler sitzend den Ball über ein Netz pritschen mussten. Dabei mussten sie gutes Sitzfleisch haben, denn der Po durfte die Stuhl-Sitzfläche während des Matches nicht verlassen. Am Rande der Bühne liefen parallel zwei weitere Spiele: Montagsmaler und Wassertrinken. Bei ersterem war die Herausforderung, in einer Zeit von drei Minuten möglichst viele kölsche Begriffe wie „Halve Hahn“, „Bützche“ oder „Alaaf“ zu zeichnen und zu raten, bei letzterem ging es darum, eine Halbliterflasche auf ein Zielgewicht von karnevalistischen 222 Gramm zu leeren.

Nach gut fünf Stunden war das karnevalistische Turnier beendet. Ganz oben auf dem Siegertreppchen landete der KV Fenke und sicherte sich damit den Wanderpokal. Wegen Punktgleichstand gab es zwei zweite Plätze für die Narrenzunft Neye und das Tanzkorps Blau-Weiß Neye, gefolgt vom KV Bielstein und dem KKV Kürten, ebenfalls mit gleicher Punktzahl.