Abo

Rundschau PLUS abonnieren

Abo-Angebote

Artikel teilen

Schriftgröße ändern

Artikel zur Merkliste hinzugefügt

Rückgangig

Artikel von der Merkliste entfernt

Sie folgen nun

Rückgangig

Sie folgen

Neuer Träger Perspektive für Pulvermuseum in der Villa Ohl

Pulvermuseum

Das Schwarzpulvermuseum in Wipperfürth-Ohl

Wipperfürth-Ohl – Viele Jahre befand sich das Schwarzpulvermuseum in der Villa Ohl in der Trägerschaft des Vereins Bergische Entdecker. Nachdem Harry Böseke, der Motor des Museums, im vergangenen Jahr überraschend verstarb, löste sich der Verein auf. Die Zukunft des Museums war ungewiss.

Seit 1. Januar ist die Zukunft wieder gesichert. Der Heimat- und Geschichtsverein Wipperfürth (HGV) ist neuer Träger des Museums. „Mit dem Tod von Bösecke entstand eine große Lücke“, beschreibt Erich Kahl, Vorsitzender des HGV die Übergangszeit. Der HGV arbeitet eng mit dem Heimatkunde-Arbeitskreis aus Rönsahl zusammen. Und der neue Träger bringt neue Ideen ein. Künftig soll das Museum „Bergisch-Märkisches Pulvermuseum“ heißen. Änderungen gibt es auch im Museum. So sind auf einem Bildschirm wechselnde Präsentationen zu sehen. Für den Museumsraum werden vier Tischvitrinen angeschafft, in denen Originale aus der Vereinssammlung gezeigt werden sollen.

Viele Bilder, die zurzeit im Museumsraum hängen, haben keine gute Qualität. Durch die Verbindung zum Heimatbildarchiv können diese Originalaufnahmen nun grafisch aufgebessert und dann ersetzt werden. Die Optimierung des Bildmaterials ist der nächste große Schritt bei der Neustrukturierung des Museums.

Wie zuvor wird es Sonderausstellungen geben. Dabei möchte der Vorstand des HGV das Themenspektrum erweitern, um das Museum attraktiver zu machen. So könnte es eine Ausstellung mit Bildmaterial aus dem frühen 20. Jahrhundert rund um die Eisenbahnstrecke Wipperfürth-Marienheide geben, Konzerte und Lesungen sind ebenfalls denkbar. Spätestens zum „Mühlentag“ am Pfingstmontag soll die nächste Ausstellung stehen. Anhand von historischen Grafiken aus dem Jahr 1782 werden Pulverhäuser aus dem 18. Jahrhundert gezeigt.

Am „Tag des offenen Denkmals“ wird das Pulvermuseum ebenfalls teilnehmen. „Bei solchen Events ist hier immer viel los“, sagt Erich Kahl. An normalen Wochenenden seien die Besucherzahlen eher gering. Doch Anfragen für Gruppenführungen häuften sich. Die Öffnungszeiten des Museums werden ab April mehr in den Nachmittag geschoben. Sonntags ist das Museum dann von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, um 16 Uhr gibt es die Möglichkeit zu einer Außenführung. „Dadurch, dass hier wenig Touristen, sondern eher am Thema interessierte Menschen hinkommen, ergeben sich viele tolle Gespräche“, beschreibt Erich Kahl den Kontakt zu den Museumsbesuchern. Auch die Internetpräsenz des Museums begleitet die Umstrukturierung des Hauses. Neuigkeiten rund um das neue „Bergisch-Märkische Pulvermuseum“ sollen im Internet präsentiert werden.

www.hgv-wipp.de

www.pulvermuseum.info