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VerkehrAn dieser Ecke in Wipperfürth wird es oft brenzlig

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Das Foto zeigt zwei Autos, die sich in Wipperfürth an der Ecke Untere Straße/Dr.-Eugen-Kersting-Straße begegnen.

An der Ecke Untere Straße/Dr.-Eugen-Kersting-Straße ist es eng.

Die Ergebnisse eine Verkehrserhebung in der Innenstadt sorgen in Wipperfürth für Diskussionsstoff. Ein Problem ist vor allem die Ecke Untere Straße/Dr.-Eugen-Kersting-Straße.

Gibt es zu viel Autoverkehr in der Innenstadt – und, wenn ja, wie lässt er sich verringern? Seit der Errichtung der barrierefreien Bushaltestelle in der Hochstraße und der damit verbundenen Sperrung der Straße für Autos hat die Diskussion an Schärfe zugenommen. Vor allem, weil alternative Strecken nun stärker belastet sind.

Die Verwaltung hatte bei einem Ingenieurbüro eine Verkehrserhebung für die Innenstadt in Auftrag gegeben, die Anfang 2026 mithilfe von Videoaufnahmen durchgeführt wurde, unter Einhaltung aller datenschutzrechtlichen Vorgaben. Im Ausschuss für Klima, Umwelt und Stadtentwicklung wurden die Zahlen jetzt präsentiert und mit denen einer früheren Erhebung aus dem Jahr 2007 verglichen. Das Tangentensystem um die Innenstadt herum war damals noch nicht auf dem Stand von heute, die Verkehrsführung in der Altstadt eine andere.

Deutlich weniger Autos als vor 20 Jahren

Die erste Feststellung: Gegenüber 2007 ist die Zahl der Pkw – gemessen in 24 Stunden – deutlich zurückgegangen. So wurden in der Unteren Straße jetzt 3744 Pkw gezählt, 2007 waren es noch 8829. Noch deutlicher ist der Unterschied an der Hochstraße in Höhe des „Ströppchens“. 2026 waren es 2983 Pkw, 2007 noch 9514. Auch an der Stursbergs Ecke und an der Einmündung der Hochstraße in die Gaulstraße hat der Verkehr nachgelassen.

Für Probleme sorgt vor allem der Knotenpunkt Untere Straße/Dr.-Eugen-Kersting-Straße. Zwischen Takko und „Obst und Gemüse Höfer“ biegen 2373 Pkw nach rechts in die Kersting-Straße ab, 1896 Autos kommen aus der Gegenrichtung und biegen ab in die Untere Straße. Die Fahrbahn ist schmal, bei Begegnungsverkehr kann es eng werden. In den vergangenen fünf Jahren kam es dort laut Polizei zu zwei Unfällen. 

40 Prozent der Abbieger fahren über den Bürgersteig

Die Verkehrserhebung bestätigt, was viele Wipperfürther aus eigener Erfahrung kennen: Abbiegende Autos achten nicht immer auf die Fußgänger, die die Einmündung in die Untere Straße überqueren wollen. An einem Dienstag zwischen 9 und 18 Uhr kreuzten 1114 Fußgänger den Knotenpunkt, in 139 Fällen (zwölf Prozent) nahmen abbiegende Autofahrer ihnen die Vorfahrt, vier Mal mussten Fußgänger zurückweichen.

Ferner zeigt die Untersuchung dass 40 Prozent der Pkw, die abbiegen, den bordsteinlosen Gehweg überfahren. In der Hälfte der Fälle geschieht dies ohne Begegnungsverkehr.

Die Verwaltung erwägt Gegenmaßnahmen wie Leitborde auf der Fahrbahn oder Poller – sie sollen verhindern, das Autos den Bürgersteig überfahren. Um deutlich zu machen, dass querende Fußgänger gegenüber abbiegenden Autos Vorrang haben, könnten eine Fußgängerfurt oder gelbes Blinklicht helfen. Hierzu will sich die Stadt mit der Polizei beraten.

„Wir bekommen den Ernst der Lage täglich zu spüren“, unterstreicht Ute Höfer (CDU), Inhaberin eines Geschäfts an der Ecke. Dieter Voß (CDU) nennt die Zahlen „erschreckend“. Sein Appell: „Macht die Hochstraße wieder auf, wenigstens in einer Richtung.“ Frank Mederlet (SPD) bringt eine mögliche Reduzierung auf Tempo 20 ins Spiel, derzeit gilt Tempo 30. Wolfgang Virchow (UWG) schlägt eine Schwelle in der Unteren Straße vor