Am Donnerstagabend sind auf Schloss Bensberg Bundeskanzler Friedrich Merz und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron zu Gesprächen zusammengekommen.
Macron und MerzBensbergs historischer Tag mit Bundeskanzler und Staatspräsident

Friedrich Merz Merz und Emmanuel Macron im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg
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Ein Hauch von europäischer Politik weht am Donnerstagabend durch Bensberg – auch wenn Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dann doch nicht mit dem Hubschrauber im Schloss Bensberg gelandet sind. Der hohe Besuch kommt mit dem Auto, um auf Schloss Bensberg zunächst ein Arbeitsgespräch zu führen und dann im Sternerestaurant Vendome alleine zusammen zu essen und im Althoff Grandhotel Schloss Bensberg zu übernachten.

Bürgermeister Marcel Kreutz mit Amtskette.
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Um den Moment der Ankunft nicht zu verpassen, aus Neugierde einen Blick auf einen der Staatsmänner zu erhaschen, aber auch aus Protest gegen das Reformpaket der Bundesregierung sind viele Leute gekommen.

Begrüßung auf dem Roten Teppich
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Um Viertel vor acht kommt Bewegung in die Szene. Beamte marschieren auf, drängen Zuschauer zurück in die Schloßstraße. Die Auffahrt zum Schloss muss frei bleiben. „Ich sage das nicht aus Spaß“, erklärt einer der Beamten einem uneinsichtigen Zaungast.
Wenig später rollen die ersten Polizeimotorräder an, aus Richtung der Kadettenstraße. Ein halbes Dutzend Kräder mit Blinklicht. Dann sechs Limousinen, mit verdunkelten Scheiben. In einer von ihnen sitzt der französische Staatspräsident Emmanuel Macron. Wenige Augenblicke nur dauert die Anfahrt, dann verschwindet die Kolonne im Schlosshof.

Merz und Macron vor dem Schloss
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„Raus aus Bensberg, raus aus Bensberg“, rufen einige Protestanten, laute Stimmen sind es, geübte Stimmen. Offenbar haben sie nicht mitbekommen, dass der Bundeskanzler schon früh um 18 Uhr mit einer eigenen Eskorte Bensberg erreicht hatte. Am Schluss rollt auch ein Krankenwagen in den Schlosshof, für den Fall der Fälle. Keiner am Schlosstor hat auch nur einen Blick auf Emmanuel Macron erhascht.

Polizeieskorte am Schloss.
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Er war um 19.15 Uhr mit seiner Delegation verspätet am Flughafen Köln/Bonn gelandet, dann mit Polizeieskorte über Rath-Heumar und Forsbach nach Bensberg gefahren. Unterwegs sicherten starke Einsatzkräfte der Bereitschaftspolizei der Weg.

Medien aus aller Welt begleiten den Besuch.
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Kanzler Friedrich Merz hatte schon um 18 Uhr das Schloss erreicht. Polizisten bildeten eine Kette, um die Kadettenstraße vor dem Eingangstor abzuriegeln. Mehrere schwarze Limousinen hintereinander, begleitet von Motorrädern, alle mit Berliner-Diplomatenkennzeichen. „Das er, das ist Merz!“, ist sich ein Familienvater ganz sicher. Schließlich sei der Bundeskanzler der Gastgeber. ,,Klar, dass er zuerst ankommt“, erläutert er seinen Söhnen. Schließlich sei der Bundeskanzler der Gastgeber. Auch hier: dunkle Scheiben. Einen Blick auf den Kanzler zu werfen, ist nicht möglich.

Bundeskanzler Friedrich Merz wartet auf Emmanuel Macron
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In der Zufahrt zum Grandhotel dann die Bilder des Tages, die den Tag zu einem großen für Bensberg und die Stadt Bergisch Gladbach machen. Merz und Macron begrüßen einander, Händeschütteln. Die internationale Presse baut ihre Mikros auf, Kameras surren. Kurze Statemente zu den deutsch-französischen Konsultationen folgen. Die Stimmung ist freundschaftlich, die Staatsmänner wirken bei allem Stress entspannt.

Demonstranten an der Schloßstraße.
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Mit dabei ist auch Bürgermeister Marcel Kreutz, er hat seine Amtskette angelegt. Später werden sich Merz und Macron ins Goldene Buch der Stadt eintragen, ein historischer Moment für die Stadt. Kreutz ist akkreditiert für den Abend, als einziger Vertreter der Stadt.Viel Zeit bleibt nicht, die Delegationen eilen zu einem Abendessen, wohl im Zwei-Sterne-Restaurant Vendome von Meisterkoch Dennis Kuckuck.

Merz und Macron haben vieles in Bensberg zu besprechen
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Erst am Dienstag hatte Gladbach das 70-jährige Bestehen der Partnerschaft mit dem französischen Bourgoin-Jallieu gefeiert, jetzt weilt Emmanuel Macron in der Stadt. Für Kreutz ist es ein bewegender Augenblick, als Vertreter der Stadt dabei sein zu dürfen. Dieser Tag wird ihm unvergesslich bleiben.

Die Kunstaktion des „European Peace Projekt“.
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Vor dem Amtsgericht führen Mitglieder des „European Peace Projekt“ führen einen Friedenstanz auf, starten ein Kunstprojekt zum Mitmachen mit den Buchstaben FRIEDEN, spielen Friedenslieder – alles unter dem Motto „Nie wieder Krieg – Europa, Frieden, Völkerverständigung“. Isabelle Casel, eine der Initiatoren, schwärmt von der historischen Kulisse des Schlosses mit französischer Vergangenheit. 1703 wurde es von französischen und italienischen Baumeistern unter anderem nach dem Vorbild geschaffen. „Das ist perfekt für unsere Botschaft: Nur mit internationaler Zusammenarbeit kann unsere Zukunft gestaltet werden.“

Laut wird es bei der Demo des „Bündnis gegen das Reformpaket“.
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Richtig laut wird es bei der Demo des „Bündnis gegen das Reformpaket“, das sich eigens für den Merz-Besuch gegründet hat. Das Motto lautet „Solidarisch für eine gerechte Zukunft“und wendet sich gegen die Sparpläne der Regierung. Unterstützer sind unter anderem die Linken Rhein-Berg und die „Rösrath for Futuere“ sowie dem Netzwerk der niedergelassenen Psychotherapethen Rhein-Berg
Entspannte Gespräche folgen, spät am Abend geht es in die prunkvollen Schlafgemächer des Grandhotels. Morgen, Freitag, soll dann noch ein echter europäischer Wind über Bensberg wehen, wenn tatsächlich ein Hubschrauber Bundeskanzler und Staatspräsident abholen, zum Fliegerhorst Nörvenich und zu Schloss Augustusburg in Brühl.
