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Kommentar zu Bergisch GladbachVon wegen fahrradfreundliche Stadt

2 min

Symbolbild

  1. Der Ausbau von Fahrradwegen in Bergisch Gladbach geht nur langsam voran.
  2. 80.000 Euro hat die Stadt für das neue Mobilitätskonzept bereits ausgegeben, ohne das sich die Situation auf den Radwegen merklich verbessert hat.
  3. Unsere Autorin Uta Böker findet: Die gesamte Infrastruktur der Stadt macht das Umsteigen aufs Rad nicht leicht.

Fahrradfreundliche Stadt will Bergisch Gladbach sein – aber das bleibt vorerst ein Lippenbekenntnis. Für eine neue Verkehrspolitik wäre der politische Wille notwendig.

Das für viel Geld in Auftrag gegebene Mobilitätskonzept war für die zuständigen Verkehrsexperten in Politik und Verwaltung noch lange kein Grund, die Projekte auch umzusetzen. So liegt die Verkehrswende noch in weiter Ferne. Es ist so gut wie nichts passiert in den letzten beiden Jahren.

Das ist kein Ruhmesblatt für die Verkehrspolitiker der Stadt. Es gibt nur einige gute Radfahrer-Inselchen, der Rest ist Flickschusterei. Auf vielen Strecken, die vor allem in den achtziger, neunziger Jahren ausgewiesen wurden, kann man praktisch nicht fahren. Sie sind eng, holprig und enden oft im Nichts. Man muss ein sicherer Fahrer sein in Bergisch Gladbach. Nein, die gesamte Infrastruktur macht das Umsteigen aufs Rad nicht leicht.

Mehr Radverkehr ist gut für alle

Und das hat im Kern einen einfachen Grund: Mehr Platz fürs Rad bedeutet in der Regel weniger Platz fürs Auto. Aber dass der Radverkehr in der Stadt mehr Platz erhält, will offenbar kaum jemand in Politik und Behörden.

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Aber die Zeit ist reif für ein grundlegendes Umdenken. Da hat der Fahrradclub ADFC Recht. Mehr Radverkehr ist gut für alle: Menschen, Städte und das Klima. Der Radverkehr muss zentraler Bestandteil der Verkehrsstrategie sein. Sonst bleibt Bergisch Gladbach beim Fahrradklimatest bundesweit auf dem drittletzten Platz – für immer.