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Kommentar zur StellenvermehrungDie Begründung der Verwaltung ist zu hinterfragen

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Baugelände für Gladbacher Stadthaus 101221

Das Baugelände für das neue Stadthaus in Bergisch Gladbach

Bergisch Gladbach – Es ist erstaunlich, dass praktisch die gesamte Gladbacher Politik in das allgemeine Wehklagen über die katastrophale Personalsituation in der Verwaltung einstimmt. Die Berichte aus den verschiedenen Fachabteilungen zeigen ganz offensichtlich Wirkung. Die Szenarien einer nicht funktionierenden Verwaltung wird dort sehr plastisch beschrieben. Nicht der Hauch eines Zweifels wird von der Politik an der Richtigkeit der Ist-Beschreibung geübt.

Hier ist er, der Zweifel: Denn es war noch nie vernünftig, den Frosch darüber berichten zu lassen, welche Auswirkung die Trockenlegung seines Teiches haben wird. Abteilungen, die sich über zu wenig Personal beklagen, müssten daraufhin geprüft werden, ob die Organisation geändert werden kann. Das kann natürlich nicht aus den Abteilungen selbst heraus geleistet werden. Da bedarf es Steuerung von außen.

Es ging immer aus wie das Hornberger Schießen

Dabei müsste geprüft werden, ob die Leistungen so wie sie bisher erbracht werden, notwendig sind. So etwas ist ja gerade in Bergisch Gladbach auf den Weg gebracht worden. Das heißt verwaltungsintern “Produktkritik“. Nichts wirklich Neues. In der Vergangenheit ging diese Produktkritik immer aus wie das Hornberger Schießen. Es wurde festgestellt, dass die Kommunen gesetzlich verpflichtet sind, diese und jene Leistung vorzuhalten. Also sei da auch nichts zu spraren.

Aber alternativlose Entscheidungen gibt es nicht. Wenn Schulhöfe zuwuchern, weil kein Personal da ist, ist zu fragen, was uns das schön geschnittene Grün wert ist. Solche Fragen, für alle Bereiche durchdekliniert, sind entscheidend. Der Klassiker ist der Personalausweis. Selbstverständlich muss er für die Bürger ausgestellt werden. Aber wirklich an jedem Tag und möglichst schnell? Das geht auch anders, weniger “bürgernah”, aber preiswerter.

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Die neuen Stellen in den verschiedenen Bereichen werden aber jetzt geschaffen. Und die Produktkritik kommt später.  Das ist die falsche Reihenfolge.