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Bergisch Gladbach sitzt den Mangel an OGS-Plätzen aus

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Man sieht das Gebäude aus Ziegelstein von außen.

Die Stadt Bergisch Gladbach hat das Angebot, im Pfarrsaal in Moitzfeld einen Mittagstisch für die OGS-Kinder anzubieten, nicht angenommen.

Das Jugendamt Bergisch Gladbach darf sich nicht über Klagen von Eltern wundern.

Erst kämpfen Eltern in Bergisch Gladbach um einen Platz für ihr Kind im Kindergarten, brauchen dabei Glück, manchmal hilft nur die Androhung einer Klage. Dann versuchen sie, für ihr Grundschulkind einen Platz in der Ganztagsbetreuung zu finden. Und müssen wieder zittern.

Und genau das ist der Skandal. Der Mangel ist hausgemacht – über Jahre, mit Ansage. Moitzfeld ist dafür ein gutes Beispiel. Familien stehen oben auf einer offiziellen Warteliste, mit Kriterien, Punkten, Härtefällen – und erleben dann, dass dieses System im entscheidenden Moment faktisch nicht mehr gilt, weil Erstklässler wegen des Rechtsanspruchs vorgezogen werden. Das kann man sachlich begründen.

Aber man muss es transparent sagen, frühzeitig, schriftlich, verlässlich. Stattdessen werden Regeln als Beruhigungspille ausgegeben bis der Moment kommt, in dem die Probleme nicht mehr verleugnet werden können.

Das Bittere: Während die Stadt schweigt, sind es die Eltern, die Improvisationsvorschläge machen: Pfarrsaal, Restaurant gegenüber – pragmatische, sofort denkbare Entlastung. Wenn selbst solche Brückenlösungen an fehlenden Kindertoiletten zerschellen, klingt das nicht nach Verantwortung, sondern nach Aussitzen des Problems.

Deshalb darf das Jugendamt sich nicht über Klagen wundern. Vielleicht braucht es genau diesen Druck, damit die Stadt endlich handelt: mit Modulbauten, transparenten Kriterien, ehrlichen Prognosen.