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SchulstartAlle Erweiterungsbauten in Bergisch Gladbach fertiggestellt

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Das Foto zeigt den Erweiterungsbau am AMG

Der Erweiterungsbau am Albertus-Magnus-Gymnasium

Alle Erweiterungsbauten an den Gladbacher Gymnasien sind zum Schulstart fertiggestellt worden

Hohe Gitterzäune schützen die Schülerinnen und Schüler, die zum Erweiterungsbau müssen. Vom Hinterausgang des Albertus-Magnus-Gymnasiums in Bensberg werden die Heranwachsenden über die Baustelle auf dem Außengelände gelotst.

Ein Bagger fährt hin und her. Baumaterialien stapeln sich. Während außen noch viel Arbeit warten, um alles für die Schüler fein zu machen, wird im neuen Klassenhaus schon fleißig gelernt, Mathe, Deutsch, Englisch oder auch Latein. Der Wechsel von acht auf neun Gymnasialjahre hat dafür sorgt, dass die städtischen Gymnasien mehr Platz benötigen. Die Fünfer sind nachgerückt, die Zwölfer aber nicht abgegangen.

Hoher Zeitdruck

Vier Gymnasien haben am Mittwoch ihre im einheitlichen Baukastensystem entstandenen Klassenhäuser in Betrieb genommen: Neben dem Albertus-Magnus-Gynasium das Gymnasium Herkenrath, das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium und das Otto-Hahn-Gymnasium. Und an der Gemeinschaftsgrundschule in Hand sei rechtzeitig die Mensa fertiggestellt worden, betont die Stadt erfreut. Für die Stadt und ihr Schulbau-GmbH ist es eine Punktlandung. „Stadt hält Zeitplan ein“, heißt es in der städtischen Mitteilung zum Schuljahresbeginn.

Die Stadt habe damit ihr „zentrales Versprechen“ aus dem Schulbauprogramm weitestgehend eingelöst, betont die Verwaltung. Unter hohem Zeitdruck seien die Klassenhäuser entstanden, und jetzt seien sie bereits Orte des Lernens. Stimmt auch für Bensberg, der übers Gelände rumpelnde Bagger deutet aber an, unter welchem Zeitdruck die Stadt stand. Die „Restarbeiten“, wie die Stadt schreibt, sind fürs Außengelände der Bensberger Schule recht umfangreich. Die sogenannten Stapelfeste (Richtfeste) hatte die Schulbau GmbH im Frühjahr gefeiert.

Kraftakt der Planer

„Dass die Schülerinnen und Schüler nur wenige Monate später in ihre Klassenräume einziehen könne, ist ein enormer Kraftakt gewesen“, zitiert die Stadt ihren Bürgermeister Marcel Kreutz (SPD): „Der zusätzliche Platz ist zum Start von G9 da.“ Sebastian Rolko, Geschäftsführer der Schulbau GmbH, betont, die enge Kooperation von Planung Bau, Verwaltung und Schulen.

Der „ambitionierte Zeitplan“ sei eingehalten worden. „Wir schaffen den benötigten Raum dort, wo er jetzt gebraucht wird“, sagt Fachbereichsleiterin Alexandra Meuthen. An einzelnen Stellen seien aber noch „Restarbeiten“ erforderlich.

Restarbeiten stehen an

Wie in Bensberg so auch an den übrigen Standorten: Der Start des Unterrichts bedeutet nicht dass alle Arbeiten abgeschlossen sind. Was jetzt noch getan werden müsse, werde laut Stadt nach Möglichkeit so organisiert, dass der Unterricht nicht gestört werde. Dies seien Dinge, die oft Außen- und Freianlagen betreffen würden oder einzelne technische oder bauliche Maßnahmen. Gebaut wurde an den Schulstandorten überwiegend in einer modernen Modulbauweise aus Holz.

Die weitgehenden vorgefertigten Bauteile für die Kassenbauten kamen meist mit Tiefladen zu den Schulstandorte, vor Ort wurden die Elemente passend zusammengefügt Das war erforderlich, um den engen Zeitplan einzuhalten. Zwingend mussten die Klassenhäuser zum Beginn des Schuljahres am 1. September fertiggestellt sein, einschließlich der schulischen Einrichtung. Mit den neuen Räumen soll auch der Unterricht moderner werden.

Als Modulbau entstanden

Dass es sich um Modulbauten handelt, ist den Gebäuden nicht anzumerken. „Diese Bauweise kombiniert die ökologischen Vorteile des Baustoffs Holz mit der Stabilität und Dauerhaftigkeit weiterer Materialien“, betont Sebastian Rolko.  So entstehe ein nachhaltiges, langlebiges und zugleich flexibles Bauwerk, das sowohl den Anforderungen an Klimaschutz als auch an eine wirtschaftliche Umsetzung entspricht. Zur schnellen Realisierung hatte die Stadt extra die Schulbau-GmbH gegründet.

Im Schuljahr 2005/06 war in Nordrhein-Westfalen der achtjährige Bildungsweg zum Abitur an Gymnasien eingeführt worden. Zum Schuljahr 2019/20 wechselten die Gymnasien weitestgehend zurück auf neun Gymnasialjahre. Der erste G9-Jahrgang wird 2027 sein Abitur ablegen.