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Doppelter WeltrekordGladbacher nahm an 10-Stunden-Speaker-Slam teil

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Matthias Istel trat mit seinem Vortrag "Ihr seid königlich" an. 

Bergisch Gladbach – Eine Chance und vier Minuten Zeit, um alles zu sagen, dann wird der Saft abgedreht. Das ist nicht etwa die Schlüsselszene eines dramatischen Filmes sondern die Bedingungen, unter denen 147 Rednerinnen und Redner aus 18 Nationen in der Nähe von Koblenz beim 12. Internationalen Speaker-Slam gegeneinander angetreten sind.

Und dabei haben sie gleich einen doppelten Weltrekord aufgestellt: Noch nie haben so viele Menschen aus verschiedenen Ländern an diesem Wettbewerb teilgenommen. Außerdem haben sie auf zwei Bühnen parallel insgesamt zehn Stunden gesprochen und das live im Internet übertragen.

Wahl-Gladbacher ist auch dabei

Die Teilnehmenden sprachen jeweils vier Minuten über ein Thema, das ihnen am Herzen liegt. Nach ablauf der Zeit wird das Mikrofon ausgeschaltet, egal ob der Vortrag beendet ist der nicht. Eine internationale Jury aus Fachleuten bewertet die Reden und kürt einen Sieger.

Wahl-Bergisch-Gladbacher Matthias Istel war auch Teil des Weltrekordes und hat es ins Finale geschafft. Er kommt ursprünglich aus Franken und ist wegen des Jobs nach Köln gezogen. Vor ein paar Jahren hat es ihn dann nach Bergisch Gladbach verschlagen. „Ich mochte das Bergische schon immer“, sagte er.

Alle sind königlich

Er hat über „das Königliche in Dir“ gesprochen. Er ist Präsenz-Experte und definiert Selbstsicherheit als königliche Energie. „Die Steckt in jedem von uns“, sagte er. Istel erklärte dem Publikum in seiner Rede, wie jeder seine Präsenz und Selbstsicherheit stärken und königlich strahlen kann. Dafür hat der TV-Redakteur nicht etwa einen auswendig gelernten Text vorgetragen, sondern frei geredet. „Ich habe viel Bühnenerfahrung“, sagte er.

Er hat zehn Jahre Impro-Theater gespielt und ist ein Experte im Improvisieren. „Natürlich hatte ich auch schon Blackouts. Dann ist es ganz gut, wenn man das gut überspielen kann“, sagte Istel.

Speaker bekommen kein Geld

Die Teilnehmenden haben mit Trainerinnen und Trainern für ihre Vorträge geübt, das sei üblich in dem Bereich. Geld würden die Trainer aber nicht bekommen. Ähnlich wie bei Sportveranstaltungen, wird eine Startliste ausgelost, die festlegt, in welcher Reihenfolge die Speaker auf die Bühne gehen.

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Istel beziehe das Publikum auch gerne mit ein, stellt beispielsweise Fragen, auf die mit Handzeichen reagiert wird. Bei seinem Slam-Auftritt bat er die Menschen, aufzustehen und ihm nachzusprechen. „So endete der Auftritt auch gleich mit Standing Ovations für mich“, erklärte er. Für sein Publikum endete die Rede mit einem strahlenden Moment, denn der Satz, den sie dem Redner nachsprechen sollten war: „Ich bin königlich.“