Die Pflanzaktion „Rhein-Berg blüht auf“ ist in Hilgen angekommen. Drittklässler der EMA-Schule machten mit.
Naturschutz10.900 Blumenzwiebeln für Burscheid

Viel zu tun hatten die Drittklässler der EMA-Schule am Donnerstag, 5. November 2026, im Park bei Müllersbaum.
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Dieser Tag war natürlich wie gemacht, um draußen etwas für die Artenvielfalt zu tun. Als am Donnerstagmittag sämtliche Drittklässler der Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Hilgen in den Müllersbaum-Park strömten, strahlte die Sonne. Und Cornelia Lösche, die sich seit Jahresbeginn für die Pflanzaktion „Rhein-Berg blüht auf“ ins Zeug gelegt hatte, war überaus zufrieden. Auch, weil statt der geplanten 80.000 am Ende sogar 112.000 Blumenzwiebeln in den acht Kommunen des Kreises in die Erde gebracht werden konnten.
Burscheid war die letzte Station. Dort wurden 10.900 Zwiebeln gepflanzt. Für Lösche sind die Frühblüher, die in rund einem halben Jahr aus dem Rasen sprießen werden, die ideale „Einstiegsdroge“ in den Artenschutz. Die Leiterin des Turmhofs in Rösrath hat die Aktion vorangetrieben. Ihr Haus ist ein außerschulischer Lernort für nachhaltige Entwicklung.
Rasenschälmaschine bewährt sich
Um Blumenzwiebeln in die Erde zu bekommen, muss man nicht allzuviel machen. Die Rasenschälmaschine, die Nils Ingendahl und Daniel Wojtas vom Burscheider Bauhof nach Hilgen gebracht hatten, machte die großflächige Aktion allerdings bequemer: Die Oberfläche wird dünn abgetragen, dann können die Blumenzwiebeln in die Erde, schließlich wird die Grasnarbe wieder hergestellt. „Man sieht fast nichts – bis es im Frühjahr blüht“, so Cornelia Lösche. So wird die Wiese in Müllersbaum „eine erste Trachtquelle für Hummeln und Bienen“, ergänzte sie.

Nils Ingendahl und Daniel Wojtas von den Technischen Werken mit Svenja Mühlsiegl, Bürgermeister Dirk Runge, Cornelia Lösche vom Regionalzentrum Turmhof, Jan Spiegelberg von der BAK und Marcel Görtz vom Amt für Mobilität und Klimaschutz des Kreises (von links)
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Das Gelände in Hilgen, das Burscheids Umweltbeauftragte Svenja Mühlsiegl ausgesucht hatte, sei „perfekt“: öffentlich zugänglich, so dass der Effekt der Aktion für jedermann zu sehen ist. Mehr Artenvielfalt müsse man auch sehen, ist Lösches Credo. Burscheids Bürgermeister sieht das genauso: „Die Kinder können unmittelbar erleben, wie wichtig Artenvielfalt und Naturschutz sind und dass jeder Einzelne einen Beitrag leisten kann.“ Was natürlich nicht ausschloss, dass sich Runge am Donnerstag zu den Kindern kniete und ihnen half, die Zwiebeln richtig herum einzupflanzen. Und die waren mit großem Eifer bei der Sache.
Jan Spiegelberg, der Geschäftsführer der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft, hatte ebenfalls eine Menge Spaß an der letzten großen Pflanzaktion in diesem Jahr: Der erste Bodenfrost kündigt sich an – danach ist es zu spät. Und für Marcel Görtz, der das Team EKKO – das steht für Energie-und-Klima- Koordinierungsstelle – beim Rheinisch-Bergischen Kreises leitet, war der Termin in Burscheid letzter Akt einer erfolgreichen Aktion.
In deren Rahmen wurden seit September in dichter Folge in großen Mengen Blumenzwiebeln gepflanzt. Nicht nur Schulen machten mit, sondern viele andere Institutionen.
