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BerichtWarum Burscheids Volkshochschule so enorm wächst

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Das Pastor-Löh-Haus in Burscheid

Das Pastor-Löh-Haus ist zum Glück nur einer von vielen Standorten der Volkshochschule Burscheid.

Leiter Eric Hausherr präsentiert im Rathaus beeindruckende Zahlen.

Wachstum? Gibt es. Jedenfalls im Bildungssektor. Eric Hausherr, Chef der Volkshochschule, legte dem Hauptausschuss jetzt beeindruckende Zahlen vor. Die VHS in Burscheid hat ihr Kursangebot verdreifacht; das Unterrichtsvolumen ist im Vergleich zum Schuljahr 2023/24 um 51 Prozent gewachsen, die Zahl der Teilnehmer um rund 40 Prozent: Es sind inzwischen mehr als 10.000.

Woran liegt das? Immer weniger an einer Pflicht, die aus dem russischen Angriff auf die Ukraine resultiert: Deutsch-Integrationskurse, die ein Jahr laufen und in Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen ausschließlich von der Volkshochschule angeboten werden, spielen zwar noch eine Rolle. Aber die Zahl der Teilnehmer schrumpft, zuletzt von 550 auf 350. Finanziert werden die Deutsch-Integrationskurse vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Nach einem Jahr sollen die Teilnehmenden Deutsch auf dem Niveau B1 beherrschen. Eine anspruchsvolle Aufgabe für das Team von Daniela Potou, der Fachbereichsleiterin Deutsch/Integration bei der VHS Bergisch Land.

Standorte in der ganzen Stadt

Die veranstaltet insgesamt 281 Präsenzkurse, berichtete Leiter Eric Hausherr. Völlig unmöglich, dieses Programm im Pastor-Löh-Haus abzuwickeln. Rund 20 Standorte habe die Volkshochschule in Burscheid. Das PLH, wie es kurz genannt wird, ist zwar die Zentrale. Und Hausherr ist natürlich froh, nach dem Umzug der Musik- und Orchesterschule ins Untergeschoss des Kulturforums, dort fünf statt zuvor drei Räume zur Verfügung zu haben.

Aber die zeitliche Staffelung der VHS-Kurse mache eine Vielzahl von Standorten erforderlich. Die im Stadtrat immer mal wieder geführte Debatte, das Pastor-Löh-Haus komplett der Volkshochschule zur Verfügung zu stellen, kann Hausherr nur bedingt nachvollziehen. Bisher teilt sich die VHS das Gebäude mit den Stadtratsfraktionen. Und einige politische Kräfte liebäugeln mit der Villa Luchtenberg als neues Domizil.

Die technische und organisatorische Unterstützung durch die Stadtverwaltung beschrieb Hausherr als beachtlich. Ein Beispiel: „In anderen Städten haben wir Tische und Stühle gekauft.“ In Burscheid sei das nicht erforderlich. Den städtischen Anteil an der Umlage für den Zweckverband der Volkshochschule Bergisch Land bezifferte ihr Leiter auf 47.700 Euro. Er soll trotz des immens wachsenden Angebots sinken: „Das ist unser Ziel.“ Eine schönere Wachstumsstory als Eric Hausherr kann man kaum erzählen.