Nicht im Vorhandenen zu erstarren, mahnt der Kommentator zum Kürtener Ausstieg aus der Städrebauförderung
KommentarGemeinde Kürten steht vor schwierigen Zeiten

Der Karlheinz-Stockhausen-Platz, hier am Dorftrödel-Tag
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Einerseits: Sieben Jahre Vorplanung liegen hinter den Kürtenern. Mit Rundgängen, Besichtigungen und Workshops. Andererseits: Es hat es in der Abstimmung eine klare Mehrheit gegeben, das Projekt der Integrierten Stadtentwicklung zu stoppen. Die Kürtener hängen jetzt zwischen Baum und Borke: Es soll irgendwie anders geplant werden am Stockhausen-Platz und bei den anderen Großprojekten am Marktfeld und bei der Außengestaltung der Schulanlagen.
Perspektiven für alle Dörfer
Einfacher wird es jetzt nicht, es immer ein Wettlauf mit anderen Kommunen, um an die begehrten Fördertöpfe zu kommen. Der freiwillige Ausstieg ist jetzt beschlossen, zumindest kurzfristig wird sich nichts am Stockhausen-Platz verändern. Die Gemeinde muss sich aber verändern, es droht ansonsten Stillstand. Nur mit bergischem Fachwerk allein kommt die Kommune nicht weiter. Wenn sich nichts bewegt, droht Erstarrung.
Dass dies niemand will, machten auch die Isek-Kritiker deutlich. Jetzt muss ein Weg gemeinschaftlich gefunden werden, um in Bewegung zu bleiben. Und: Es ist nicht nur der Hauptort Kürten. Auch für Biesfeld, Dürscheid oder Bechen sollte es, muss es Bewegung geben, Perspektiven, Aufbruchstimmung, neue Aktivitäten. Ein Weg ins 21. Jahrhundert, ins Zeitalter des Digitalen und der Künstlichen Intelligenz, muss beschritten werden, mit Verwaltung und Politik als Taktgeber.
Leichter gesagt als getan: Denn es gibt auch das Megaprojekt der Schulsanierung, das viele Politiker im Kopf hatten. Es sind schwierige Zeiten, auf die sich alle in Kürten einstellen müssen.

