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Neubau soll Platznot beendenDer Bagger reißt den Westtrakt der Grundschule Blecher nieder

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Ein gelber Bagger reißt die Wand eines Schulgebäudes ein.

Der Westtrakt der KGS Blecher muss einem Neubau weichen.

Weil die Statik des bestehenden Gebäudes eine Aufstockung nicht ausgehalten hätte, muss es einem Neubau weichen. 

Der Bagger gibt jetzt an der Grundschule Burg Berge in Blecher den Ton an. Die Abbrucharbeiten am Westtrakt haben begonnen, in dem vor den Schulferien noch Klassen untergebracht waren. Wand für Wand fällt nun der Baggerschaufel zum Opfer, um Platz zu machen für den geplanten Neubau.

Der Abriss erfolgt allerdings nicht, weil der Gebäudetrakt marode und für den Unterricht nicht mehr geeignet war, ganz im Gegenteil. Erst 1985 und 2017 in zwei Abschnitten errichtet, gehört er damit längst nicht zu den ältesten Schulbauten, um die sich die Gemeinde als Schulträger kümmern muss. Wie berichtet, muss der Trakt weichen, weil eine Untersuchung ergeben hatte, dass die Statik eine Aufstockung des Gebäudes um eine weitere Etage nicht zugelassen hätte.

Die gröbsten Arbeiten sollen in den Ferien erledigt werden

Zusätzliche Räume sind allerdings nach Ansicht der Kommune nötig, um die seit Jahren bestehenden Platznöte an der KGS Burg Berge zu beenden. Besonders die gesetzliche Verpflichtung, genug Plätze im Offenen Ganztag anbieten zu können, setzte Verwaltung und Politik unter Zugzwang.

In den Ferien sollen die gröbsten Arbeiten, die mit besonders viel Schmutz und Lärm verbunden sind, erledigt werden. So soll der Schulbetrieb ab September nicht mehr als nötig gestört werden. Dann ziehen die beiden neuen Einschulungsklassen in die zwischenzeitlich auf dem Schulhof aufgestellten Container. Hier werden auch die Offene Ganztagsschule und die kleine Mensa untergebracht.

Acht Millionen Eur sind für die Baukosten eingestellt

Mindestens bis September 2027 wird die Schulgemeinschaft wohl mit den Arbeiten leben müssen. Im Verlauf des Schuljahres 2026/2027 sollen Rohbauarbeiten erfolgen: Bestehende Gebäudeteile aufgestockt, der neue Trakt gebaut und die Technik der Schule ausgebaut werden. Nach Fertigstellung werde das Gebäude künftig über drei statt bisher zwei Geschosse verfügen, erklärte die Verwaltung im Vorfeld.

Für die Baukosten sind nach Angaben der Verwaltung bisher insgesamt acht Millionen Euro in den Gemeindehaushalt eingestellt. Der Umbau wird von der Bezirksregierung Köln im Rahmen des Ganztagsausbaus finanziell gefördert.

Ärger bei einigen Anwohnern über die Baustelle

Während der Bauarbeiten soll der Leimbacher Weg aus beiden Richtungen (jeweils als Sackgasse) befahrbar bleiben, so die Verwaltung. Die Gemeinde und alle am Bau Beteiligten seien bemüht, die Auswirkungen auf die Nachbarschaft auf das notwendige Maß zu beschränken, betonte sie.

Trotzdem macht sich bei einigen Anwohnern bereits Ärger breit. Sie kritisieren nicht nur eine in ihren Augen mangelhafte Beschilderung schon an den Einmündungen in den Leimbacher Weg, was mehr Verkehr und Wendemanöver zur Folge habe. Auch Lärm und besonders der Staub sei für ihn belastend, beklagt Bernd Fröhlingsdorf, langjähriger Vorsitzender des Inklusionsbeirats Odenthal (IBO), der unmittelbar angrenzend wohnt.

Auch sei die Baustelle nicht hinreichend abgesichert, kritisiert er. Von einem Wiesengrundstück lasse sich das Gelände ohne Absperrung betreten, was insbesondere für Kinder gefährlich werden könnte, meint Fröhlingsdorf. Ein hier eigentlich verlaufender Maschendrahtzaun sei zwischenzeitlich niedergetreten worden, stellte die Verwaltung fest. Hier soll nun ein weiterer Bauzaun die Baustellenabsicherung verstärken.