Die CDU Overath stellt einen Antrag für ein Entwicklungskonzept für Gut Eichthal.
LokalpolitikWarum Gut Eichthal ein Rohdiamant mit Potenzial ist

Aus Gut Eichthal soll perspektivisch ein Bildungs- und Naherholungsort werden. Dafür braucht es ein Konzept. (Archivbild)
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„Wir glauben, dass in Gut Eichthal mehr steckt und dass es ein echtes Schmuckstück für Overath werden könnte“, erläuterte Christiane Schloten (CDU) den Antrag ihrer Fraktion in der vergangenen Overather Ratssitzung. Noch fehle aber ein einheitliches Konzept. Mit dem Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, ein solches Entwicklungskonzept für Gut Eichthal zu erarbeiten, um es so zu einem dauerhaften Bildungs‑ und Begegnungsort für Schulen, Familien und auch für ältere Menschen zu machen. Das muss zunächst aber noch konkreter im Schul- und Sportausschuss diskutiert werden.
So habe Gut Eichthal laut dem CDU-Antrag „hervorragende“ Grundvoraussetzungen, um zu einem solchen Bildungs- und Begegnungsort zu werden. Mit einem neuen Konzept könne es aber stärker in den schulischen Alltag integriert und gleichzeitig für Familien und Senioren zugänglich gemacht werden.
Zweckgebundenheit verhindert Entwicklung
Bis vor einiger Zeit verhinderte eine Zweckgebundenheit des Guts die Entwicklung solcher Maßnahmen. Die ehemalige Eigentümerin, Charlotte Peters, überschrieb es 1948 zweckgebunden an die Gemeinde Overath, wie dem Stadtmagazin Overath zu entnehmen ist. Somit habe sie sich das Recht gesichert, auf Lebenszeit dort zu verbleiben und gleichzeitig war sie von Abgaben, Steuern und Kosten für die Agger-Regulierung entlang des Guts befreit. Nach ihrem Tod sei das Nutzungsrecht auf die Stadt übergegangen, allerdings gab es noch auslaufende Mietverträge und auch Renovierungsarbeiten, die es zunächst abzuwarten galt. Danach wurde das LVR-Amt für Bodendenkmalpflege, Außenstelle Overath zum dauerhaften Mieter auf Gut Eichthal.
Nun, da diese Zweckgebundenheit nicht mehr bestehe, so der CDU-Antrag weiter, könne man mit einem Konzept gezielt Maßnahmen verfolgen, die Gut Eichthal zum Bildungsort und Naherholungsgebiet machen könnten. Einige Schritte seien schließlich schon gegangen worden.
Spielgeräte aufgebaut
So hätten Bürger der Fraktion gemeldet, dass bereits einige Spielgeräte eingerichtet worden seien, wodurch das Gut wie eine Parkanlage genutzt werden könne.
Eric Renneberg (Grüne) begrüßte diesen Vorstoß. „Gut Eichthal war schon immer ein Lern- und Begegnungsort. Bisher wurde dieses Profil allerdings nicht erfüllt“, fand Renneberg. Er sprach sich in diesem Zuge dafür aus, die Overather Schulen bei der Entwicklung des Konzepts mit ins Boot zu holen. Das Bildungsprojekt „Kennen Lernen Umwelt“(KLU), der vier Kommunen Overath, Lohmar, Rösrath und Troisdorf, funktioniere zwar sehr gut, jedoch nicht auf Gut Eichthal. Die Angebote dort entsprächen nämlich nicht den Schullehrplänen, woran man arbeiten müsse. Für das Bildungsprojekt KLU wurden mit Fördergeldern aus dem Strukturförderprogramm des Landes NRW „Regionale 2010 – Brückenschläge Natur und Bildung“ drei Pavillons als Infostände, aber auch Klassenzimmer gebaut.
Bürgermeister Michael Eyer (CDU), erklärte, dass die Schulen miteinbezogen würden, wenn das Konzept dann im Schul- und Sportausschuss beraten werde.
