KommentarZoff in der Rösrather Stadtverwaltung – Streit geht zulasten der Stadt

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Bondina Schulze, Ulrich Kowalewski und Christian Thönelt stehen vor einer Asylunterkunft in Rösrath.

Innerhalb der Stadtverwaltung Rösrath kriselt es, vor allem zwischen Oberbürgermeisterin Bondina Schulze und dem Ersten Beigeordneten Ulrich Kowalewski (l.).

Innerhalb der Rösrather Stadtverwaltung kommt es zu Streitigkeiten. Davon profitiert letztendlich niemand. Ein Kommentar von Thomas Rausch.

Die Rösrather Stadtverwaltung kommt nicht zur Ruhe. Seit dem Amtsantritt von Bürgermeisterin Bondina Schulze im November 2020 wird immer wieder von persönlichen Problemen und Konflikten zwischen leitenden Beschäftigten, insbesondere aber zwischen der Bürgermeisterin und dem Ersten Beigeordneten Ulrich Kowalewski berichtet. So suchte die Stadtspitze im Jahr 2021 bereits externe Hilfe, in Form einer Mediation. Danach schienen die Konflikte nach außen hin halbwegs befriedet, doch offenbar war das nicht von Dauer.

Inzwischen gibt es auch erfreuliche Nachrichten über personelle Fortschritte in der Stadtverwaltung. Die Wahl einer Technischen Beigeordneten ist zu erwarten, bislang verwaiste Fachbereichsleiter-Stellen werden in absehbarer Zeit besetzt. Angesichts der fortdauernden Spannungen zwischen Bürgermeisterin und Erstem Beigeordneten kommt dennoch kein positiver Schwung ins Rathaus, auch von weiteren persönlichen Problemen wird berichtet.

Wie außerdem zu hören ist, gab es bereits in der Amtszeit von Bürgermeister Marcus Mombauer, Schulzes Amtsvorgänger, mancherlei Reibungen im Rathaus. Allerdings drang davon wenig in die Öffentlichkeit. Das war für das Bild der Stadtverwaltung günstiger, für die Beschäftigten aber gewiss auch nicht angenehm. Dass nun öffentlich über die Konflikte in der Stadtverwaltung gesprochen wird, hat zumindest einen Vorteil: Die Beteiligten kommen unter Druck, eine Klärung herbeizuführen.

Denn die Stadt Rösrath kann es sich nicht auf Dauer leisten, dass sie mit Spannungen und gestörtem Betriebsklima in Verbindung gebracht wird. Die aktuelle Situation belastet nicht nur die unmittelbar Beteiligten, deren Leistungsvermögen womöglich durchaus leidet, sondern auch andere Beschäftigte, die das mitansehen müssen. Nicht zu vergessen ist, dass neues Personal für die Stadt abgeschreckt werden könnte.

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