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KneipenfestivalTausende Besucher kamen zu den Konzerten in der Bergheimer City

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Ein Mann spielt auf einer gläsernen und beleuchteten Geige.

Flo Scholdan musste wegen einer Stimmbandentzündung kurzfristig das Programm umplanen. Er tauschte die Gitarre gegen eine gläserne beleuchtete Geige.

19 Bands spielten in 15 Locations. Die Konzerte begannen zeitversetzt, sie waren gut zu Fuß zu erreichen. Für jeden Geschmack war etwas dabei.

„Ich bin gerade durch die Stadt gegangen und es ist eine wahnsinnige Stimmung, obwohl gar keine Musik in der Fußgängerzone gespielt wird – aber man hört sie“, freute sich Bürgermeister Volker Mießeler. Er eröffnete die 19. Auflage des Musikfestivals „Bergheim live 4 you“ in Kbana Bar.

Hier sollte eigentlich Singer und Songwriter Flo Scholdan mit Gitarre und eigenen Songs die Musikfreunde begeistern, aber Scholdan erklärte: „Ich hatte eine Stimmbandentzündung, reden geht wieder, aber ich habe heute morgen versucht zu singen und kurzerhand das Programm umgestellt. Es wird eine Mischung aus Popsongs und ihr werdet singen“.

Bergheim: Musik verbindet

Aufgeben war keine Option und die Gitarre tauschte der sympathische Bergheimer gegen eine gläserne, mit LED beleuchtete Geige. Bei Amy Whinehouses Song „Valerie“ waren die Gäste noch etwas zögerlich. Aber bei Abbas Dancing Queen, das er zu Ehren von Geburtstagskind Marianne Korte spielte, gab es kein Halten mehr.

Bereits mit vier Jahren hat er das Instrument gelernt und mit seinem Vater irische Lieder gespielt. Natürlich durfte auch davon eine Kostprobe nicht fehlen und der Tausendsassa eröffnete einen Wettbewerb: Publikumsklatschen gegen Geigenspiel. Diese Runde ging selbstverständlich an den sympathischen Oberaußemer mit der leuchtenden Geige.

Der größte Lohn ist, wenn die Leute nach Bergheim kommen und eine gute Zeit verbringen
Christina Conen, Pressesprecherin

„Bergheim live 4 you“ sei das Pendant zum Open-Air „Summer in the City“, das jährlich in der Fußgängerzone stattfinde, erklärte Pressesprecherin Christina Conen. In insgesamt 15 Locations spielten 19 Bands. Dabei war für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Von Rock im Hotel 52 über kölsche Schlager im „Pittermännche“ bis zu griechischen Klängen im Café Meraki. Musik verbindet eben nicht nur Nationen, sondern auch Menschen jeden Alters.

14 Jahre alt ist  Frontfrau Juliette Staiti, die mit ihrer Band „Somewhere between“ das Jugendzentrum gerockt hat. Auf Oldies setzte hingegen das Duo Saitenwind, dessen Sänger Franz Halmer mit seinen 75 Jahren der älteste Künstler war. Etwas zeitversetzt hatten die einzelnen Konzerte begonnen, damit die Musikfreunde möglichst viele Stationen besuchen konnten. Kein Problem, denn die Spielstätten waren alle zu Fuß erreichbar. 

„Wir haben viele tausend Besucher, ich wollte nur meine Jacke holen, aber bin kaum ins City-Büro reingekommen“, freute sich Projektleiter Timo Daube. „Mein Team steckt jede Menge Herzblut in das Projekt und der größte Lohn ist, wenn die Leute nach Bergheim kommen und eine gute Zeit verbringen. Unser Dank gilt nicht nur den Künstlern, sondern auch den Sponsoren, ohne deren tolle Unterstützung so ein Event nicht machbar wäre“, so die Pressesprecherin Conen. Neben Daube gehörten auch noch Jule Oberhauser, Jonah Bodewig, Ursula Beyer, Bianca Hamacher und Petra Tournay zu ihrem Herzensteam.