1966 heiratete das Paar. Zunächst lebten sie bei ihren Eltern, bevor sie auf dem eigenen Hof einzogen.
DiamanthochzeitAlina und Mutfried Mondry aus Bergheim lieben sich wie am Anfang

Seit 60 Jahren sind Alina und Mutfried Mondry verheiratet. Die Hochzeit fand 1966 in Ostpreußen statt.
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Beide sind in Ostpreußen in dem kleinen Dorf Bottau (heute Botowo nahe Allenstein in der Woiwodschaft Ermland-Masuren) geboren und aufgewachsen. 1966 haben Alina und Mutfried Mondry dort geheiratet – heute feiern sie ihre Diamanthochzeit. Alina Mondry (76) arbeitete nach dem Abschluss der Schule zunächst in der elterlichen Landwirtschaft. Später war sie in Bergheim bis vor elf Jahren als Reinigungskraft bei den Stadtwerken tätig.
Mutfried Mondry (85) wuchs ebenfalls auf dem elterlichen Bauernhof auf. Neben der Arbeit in der Landwirtschaft war er nach dem Schulabschluss 14 Jahre bei der Berufsfeuerwehr beschäftigt. Gemeinsam mit seiner Frau kaufte und bewirtschaftete er in Bottau einen Bauernhof mit 14 Hektar Land. In Bergheim arbeitete er jeweils zwei Jahre beim Zeltverleih Schurf und als Lkw-Fahrer bei der Spedition Ohrem, anschließend zehn Jahre im Bauhof und bei den Stadtwerken.

Seit 60 Jahren sind Alina und Mutfried Mondry verheiratet. Die Hochzeit fand 1966 in Ostpreußen statt. (Repro)
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Auch über seinen Renteneintritt vor 20 Jahren hinaus war er im Schließdienst des Gutenberg-Gymnasiums tätig. „In unserem Dorf kannte jeder jeden“, erinnert sich Alina Mondry. Die beiden begegneten sich häufig, gingen gemeinsam tanzen und kamen sich dabei näher. 1966 heiratete das Paar. Zunächst lebten sie bei ihren Eltern, bevor sie auf dem eigenen Hof einzogen. 1986 ging Mutfried Mondry zunächst allein mit dem damals 18-jährigen Sohn nach Bergheim, da die Familie keine gemeinsame Ausreisegenehmigung erhielt. Dort lebte bereits seine Schwester.
„Ich habe mir bei der Feuerwehr Urlaub genommen und alles hinter mir gelassen“, beschreibt er die Situation. „Das war eine schwere Zeit“, erinnert sich Alina Mondry. „Ich habe jeden Tag gedacht: Wann werden wir endlich wieder zusammen sein?“ Nur einmal traf sich die Familie im darauffolgenden Jahr. Danach folgte Alina Mondry mit der Tochter und dem jüngeren Sohn, der damals erst sechs Jahre alt war. Den Hof in Masuren übernahm ein Bruder.
„Früher sind wir jedes Jahr für zwei bis drei Wochen in die alte Heimat gefahren oder später geflogen“, erzählt die Ehejubilarin. Zehn Jahre lebte die Familie in der Zievericher Oswaldstraße, bevor sie vor 29 Jahren in die Kentener Florastraße zog, wo das Jubelpaar bis heute lebt. Zur Familie gehören neben den Schwiegerkindern sechs Enkelkinder und eine Urenkeltochter, die vor drei Wochen geboren wurde.
„Wir haben im Leben viel gearbeitet“, sagt Alina Mondry. „Durch die Schichtdienste waren wir oft nur nachts zusammen.“ Nach 60 Ehejahren ist sich das Paar einig: „Wir haben früh geheiratet, aber wir lieben uns bis heute. Es wird nie langweilig“, sagt Alina Mondry. „Es gab gute und schlechte Zeiten, aber am Ende wurden es immer wieder gute.“ „Wir haben uns immer gut verstanden und lieben uns wie am Anfang“, ergänzt Mutfried Mondry.
