Christa Wolf unterhielt in der Stadtbibliothek Bergheim unter dem Motto „Eine alte Schachtel packt aus“ das Publikum mit kurzweiligen Anekdoten.
LesungAutorin Christa Wolf erzählte mit viel Humor in Bergheim über ihr bewegtes Leben

Für die Autorin gab es auch ein Sträußchen Blumen. Links zu sehen ist Eginhardt Issinger, rechts Christa Wolf.
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„Ich hab mit allem gerechnet, nur nicht mit einem so vollen Haus“, freute sich Autorin Christa Wolf. Währenddessen war Werner Wieczorek, Leiter der Stadtbibliothek Bergheim, bemüht, für die letzten Ankömmlinge noch einen Sitzplatz zu organisieren. Die Tische waren eingedeckt mit feinem Porzellan aus alter Zeit. Kaffee, Wasser und leckerer Kuchen luden Besucher und Besucherinnen zu einem vergnüglichen Donnerstagnachmittag in der Stadtbibliothek ein.
Bergheim: Elsdorfer Autorin unterhält Fans seit fünf Jahren
Unter dem Motto „Eine alte Schachtel packt aus“, unterhält Autorin Christa Wolf seit nunmehr fünf Jahren ihre Fangemeinde. Mal geht es um den Alltag einer Frau und dem Aufwachsen im Nachkriegsdeutschland oder um die ganz alltäglichen und nicht so alltäglichen Abenteuer des Lebens. Bevor sie an diesem Nachmittag ihr Publikum auf ihre Entdeckungsreise der ganz eigenen Art mitnahm, begrüßte Eginhardt Issinger, der 1. Vorsitzende des Fördervereins der Stadtbibliothek, die Gäste. Das tat er, um das Thema aufzugreifen, humorvoll als „alter Sack“ zur Freude aller.
Und dann berichtete Autorin Christa Wolf, die seit 40 Jahren in Elsdorf wohnt und bis 2015 bei der Stadt Bergheim tätig war, von ihren Reisen in ihrer Vergangenheit. Amüsant, humorvoll, manchmal auch mit einer Portion Selbstironie. „Reisen war früher etwas ganz Besonderes, man fuhr in die Sommerfrische“. Von ihren Begegnungen mit Pferden, von Fahrradausflügen, wo sich dann mal die Röcke in den Speichen verfingen. Auch die humorvoll als „Hasenbrote“ bezeichneten Stullenreste in der Brotdose wurden erwähnt.
Sie erinnerte an die große Freiheit und die unbändige Kraft der „Mokicks“, die in ihr die Liebe zum Zweirad entfachten. Aber auch an die Nacht beim Camping, in der sich ein Schwarm Mücken über ihren ganzen Körper hergemacht hatte. Viel hatte sie in den zwei Stunden zu erzählen und zog damit alle in ihren Bann. Eine schöne Idee: Die Gäste konnten am Ende, gegen eine Spende für den Förderverein, ihr Kuchengedeck als Erinnerung mit nach Hause nehmen.
