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DiamanthochzeitJubelpaar aus Bergheim lernte sich in der „Ranch“ kennen

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Das Foto zeigt ein älteres Ehepaar.

Christa und Horst Sessner feiern Diamanthochzeit.

Das große Hobby beider ist das Reisen. 41 Jahre lang fuhren sie im Sommer nach Kroatien, wo ihr Boot lag.

Im Februar 1963 haben sich Christa und Horst Sessner in der Disco „Ranch“ in Quadrath gefunden und gut drei Jahre später geheiratet. Jetzt können sie ihre diamantene Hochzeit feiern. Christa Sessner (80), geborene Heinen, ist an der Ichendorfer von-Roon-Straße aufgewachsen. Nach dem Schulabschluss begann sie mit 14 eine Lehre als Glasmalerin in der Ichendorfer Glashütte. Zwölf Jahre lang hat sie dort Glasgefäße kunstvoll farblich gestaltet. „Das war ein schöner Beruf“, strahlt sie.

Später arbeitete sie im Büro des Sanitärbetriebes, den ihr Mann führte. Horst Sessner (84) stammt aus Frechen. Nach Schule und Lehre zum Sanitär-Installateur machte er sich 1974 selbstständig und leitete das Sanitär- und Heizungsunternehmen mit drei Mitarbeitenden 40 Jahre lang, bis der Sohn das Geschäft übernahm. Jetzt steht eines der Enkelkinder in den Startlöchern, den Betrieb später weiterzuführen.

Das Foto zeigt ein Ehepaar im Jahr 1966.

Geheiratet hat das Paar 1966 in Ichendorf. (Repro)

Horst Sessner fuhr 1963 mit seinen Freunden des Frechener Peter-Kraus-Clubs zur überregional legendären Ranch. Als er kurz vor 22 Uhr dort einkehrte, wollte Christa Heinen gerade aufbrechen. „Ich musste um zehn zu Hause sein“, erzählt sie. Er war direkt begeistert von ihr „und ich konnte sie noch zu einem Tanz überreden“.

Am nächsten Tag fuhr Horst Sessner wieder in die Disco, um die zarten Bande zu verfestigen. Und da seine spätere Frau dort oft die Nachmittage verbrachte, trafen sie einander wieder. „Ich habe mich gefreut, ihn wiederzusehen“, gesteht sie. „Ich habe sie dann zum Tanzen im Peter-Kraus-Club eingeladen“, berichtet er. Da fuhr sie mit einer Freundin hin. „Ich kannte ihn ja noch gar nicht richtig und wollte das erst mal testen“, erinnert sie sich.

Den Test bestand er offenbar, und so blieben sie fortan zusammen. Nach der Hochzeit 1966 in der Ichendorfer Kreuz-Kirche zogen beide zu ihren Eltern, dann nach Kerpen. Dort wurde 1968 auch die Tochter geboren, der Sohn 1972, als sie schon im eigenen Haus in der Rote-Kreuz-Straße wohnten. „Ich wollte zurück nach Ichendorf“, sagt Christa Sessner. Mit Freunden hat Horst Sessner das Haus weitestgehend selbst auf- und ausgebaut. „Ich hatte hier jeden Stein in der Hand.“

Das große Hobby beider ist das Reisen. 41 Jahre lang fuhren sie im Sommer nach Kroatien, wo ihr Boot lag. Im Winter ging es mit Wohnwagen und später Wohnmobil in die Alpen zum Skifahren. Das winterfeste Wohnmobil haben sie vor 30 Jahren in den USA während einer Urlaubsreise gekauft und mit nach Hause gebracht, wo es heute noch zu Reisen innerhalb Deutschlands in regem Gebrauch ist. Heute zählen vier Enkelkinder zur Familie. Mit der Familie, Bekannten, Freunden und Nachbarn – „Wir haben eine gute Nachbarschaft“, sind sich beide einig – wollen sie das Jubelfest feierlich und gesellig begehen.