Das Tier soll am Ortsausgang von Fliesteden gesehen worden sein. Die Ortsbürgermeisterin informiert die Bevölkerung über die Sichtung.
Seltenes WildtierSpaziergänger entdecken mutmaßlichen Wolf in Bergheim

Das Tier soll am Ortsausgang von Fliesteden gesehen worden sein (Symbolbild).
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In Fliesteden haben Spaziergänger nahe der Zimmergasse mutmaßlich einen Wolf gesichtet. „Die sind zu mir gekommen, weil sie erst mal sehr erschrocken waren“, erzählt Elisabeth Hülsewig, Ortsbürgermeisterin von Fliesteden. Ein Foto, das der Redaktion vorliegt, bestätigt die Sichtung.
„Zuvor wurde auch einer in Büsdorf, Ingendorf gesehen“, erzählt Hülsewig. Hierzu liegt der Redaktion auch ein Video vor, das den möglichen Wolf auf einem Feld mit seiner typischen, leicht galoppierenden Laufart zeigt. Ob es sich um das gleiche Tier wie in Fliesteden handelt, ist unklar.
Bergheim: Wolf in Fliesteden gesichtet
Hülsewig informierte in den sozialen Medien über die Sichtung, damit die Bürgerinnen und Bürger sich darauf einstellen oder Abstand halten können, auch weil in dem Bereich Kinder mit dem Fahrrad unterwegs sind und Menschen ihre Hunde dort spazieren führen. „Kinder verbinden mit Wolf ja vielleicht Angst“, sagt Elisabeth Hülsewig.
„Wir werden lernen müssen, damit umzugehen“, so die Fliestedener Ortsbürgermeisterin. Sie rechne allerdings nicht damit, dass das Tier jetzt einfach dasitzen bleibe. „Mir war vorrangig, dass die Eltern informiert sind, dass eine Begegnung möglich ist.“
Nabu informiert über Wölfe in NRW
Laut Informationen des Nabu-Landesfachausschusses „Wolf in NRW“ wird das Bundesland nach einer langen Abwesenheit des Tieres allmählich wieder eine Heimat für die seltenen Wildtiere. „Wölfe wurden per DNA bestätigt, es gab bestätigte Sichtungen, Fotos von Wildkameras, Telemetriedaten und mehrere Todfunde“, heißt es auf einem Onlineportal des Nabu zum Thema.
Einige Tiere hätten sich bereits dauerhaft in NRW niedergelassen. Zu den ausgewiesenen Förderkulissen zählen „Eifel-Hohes Venn“, „Dümmer-Geest-Niederung“, „Märkisches Sauerland“, „Oberbergisches Land“, „Oberer Arnsberger Wald“, „Senne-Eggegebirge“, „Stegskopf“ und „Westmünsterland“.
Nabu rät dazu, dem Wolf genug Raum zu lassen
Der Nabu informiert auch darüber, wie man sich im Fall einer Begegnung verhalten soll. So soll man dem Tier genug Raum lassen, damit es sich zurückziehen kann. „Wenn Sie sich unwohl fühlen, richten Sie sich auf und machen Sie sich groß. Lautes, energisches Rufen oder Klatschen kann den Wolf vertreiben“, heißt es in einem FAQ zum Wolf. „Laufen oder fahren Sie einem Wolf nicht hinterher, versuchen Sie niemals, ihn anzulocken oder zu füttern. Wenn möglich, machen Sie aus der Distanz Fotos.“
Man kann die Beobachtung auch den zuständigen Behörden melden. Diese sammeln in den einzelnen Bundesländern Hinweise auf Wölfe und können Auskunft geben. Die Ansprechpersonen dazu gibt es hier.
