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Feuerwehrmann durch und durchTorsten Flemm leitet die Bergheimer Wehr

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Ein Mann steht neben einem roten Auto.

Torsten Flemm, Leiter der Hauptfeuerwache Bergheim, lernte das Feuerwehrwesen von der Pike auf.

In den gehobenen Dienst ist der 52-Jährige erst gekommen, weil er das Feuerwehrwesen „von der Pike auf“ gelernt habe, verrät er.

„Ich bin Feuerwehrmann durch und durch“, sagt der Leiter der Bergheimer Feuerwehr, Torsten Flemm. Neben vielen Gesprächen und Verwaltungstätigkeiten, in denen er das Geschick des Bergheimer Feuer- und Rettungsdienstes leitet, schiebt er in seinem mit einem Bett ausgestatteten Büro immer auch 24-Stunden-Dienste und fährt als Einsatzleiter regelmäßig mit den Kollegen zu Einsätzen raus.

Zusätzlich pflege er seine „Hobbys“: im Vorstand des Verbandes der Feuerwehren Nordrhein-Westfalen (VDF-NRW) und als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der hauptamtlichen Feuerwehren in NRW (AGHF-NRW). Schon als 15-Jähriger sei er ehrenamtlich der Löschgruppe Paffendorf beigetreten, obwohl es damals dort noch gar keine Jugendfeuerwehr habe. Alle seine Freunde seien gleichzeitig Mitglieder in genau zwei Vereinen gewesen: in der Feuerwehr und bei den Schützen. Auch den Sebastianus-Schützen sei er früh beigetreten.

Bergheim: Urlaub für die Ausbildung verwendet

Feuerwehrmann sei er nach der Grundausbildung mit 18 Jahren geworden. „Ich habe im Hintergrund mitgeholfen, die Jugendfeuerwehr aufzubauen und war zur Herbstfahrt der Jugendfeuerwehren des Kreises mit 120 Kindern unterwegs“, schildert Flemm. Bei der Berufswahl habe er zunächst noch gedacht: „Mach es wie Papa Josef.“ Sprichwort: Absolviere eine Ausbildung zum Elektroinstallateur. Wenn man aber mit so vielen Kindern unterwegs sei, könne es auch nicht schaden, einen Rettungssanitäter dabei zu haben, dachte sich Flemm.

Parallel zum Job habe er damit begonnen, seinen Urlaub für die vielen Stunden Ausbildung in der Wache zu nutzen. Im Jahr 1995 machte er seinen Abschluss als Rettungssanitäter. Dabei habe er erst recht buchstäblich Feuer gefangen und wollte Brandmeister werden: mit einer Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr in Bonn. Sein großes Vorbild sei Hauptbrandmeister Willi Krämer gewesen, der damalige Stadtbrandmeister aus Oberaußem.

Wir sind eine super Truppe mit sehr guter Ausrüstung
Torsten Flemm, Leiter der Bergheimer Feuerwehr

1996 habe Willi Krämer ihn ins Hauptamt des Rettungsdienstes der Stadt eingeführt. „Wenn du Hauptbrandmeister bist, dann hast du es geschafft“ – mit dieser Aussage habe Krämer seinen Ehrgeiz geweckt, erinnert sich der heute 52-jährige Flemm. 2006 wurde er zum Hauptbrandmeister befördert, 2008 zum Brandinspektor. In den gehobenen Dienst sei er erst gekommen, weil er das Feuerwehrwesen „von der Pike auf“ gelernt habe, seit 2017 sei ein Masterstudium hierfür Voraussetzung.

Anfang 2017 hat Torsten Flemm die Leitung der ehrenamtlichen und hauptamtlichen Kräfte in der Bergheimer Feuerwehr übernommen: „Wir sind eine super Truppe mit sehr guter Ausrüstung.“ Wenn er mal nicht in Feuerwehrdingen unterwegs ist, freut er sich auf die Zeit mit seiner Familie, fahre mit seiner Frau Nadine und ihrer Tochter Johanna mit dem Wohnanhänger nach Cambrils bei Tarragona (Spanien) in den Urlaub oder zu Spielen von Borussia Mönchengladbach.

Zeit bleibe ihm auch für die Sebastianus-Schützen in Paffendorf, wo er 2024 Schützenkönig gewesen ist. „Wenn ich über meinen beruflichen Werdegang nachdenke, würde es immer wieder so machen“, sagt Torsten Flemm. „Freilich ist der Beruf nicht jedermanns Sache. Wir sehen schon vieles, was uns zur Belastung werden kann, vor allem im Rettungsdienst.“ Jungen Leuten empfiehlt er den Einstieg in das Feuer- und Rettungswesen bei den örtlichen, freiwilligen Einheiten. Wer sich dafür interessiere, könne gerne in der Hauptwache unter 02271/76160 anrufen.