Neben der Erneuerung von Kanälen und einer modernen Pflastergestaltung entstehen Aufenthaltsbereiche mit mehr Grün.
BarrierefreiheitUmbau der Fußgängerzone in Bergheim läuft auf Hochtouren

Zwischen Aachener Tor und Georgskapelle werden für den zweiten Bauabschnitt gerade die Tiefbauarbeiten durchgeführt. Der Hügel vor der Georgskapelle dient dem Schutz der Baumwurzeln.
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Modern, attraktiv und zukunftsorientiert soll sie werden, so der Plan der Stadt. In Teilen ist das aufgeräumte und frische Erscheinungsbild der Fußgängerzone und ihrer Nebenbereiche schon zu sehen. An anderen Stellen sind den Passanten noch Bauzäune, Maschinen und Handwerker im Weg. „Die Neugestaltung der Bergheimer Fußgängerzone schreitet planmäßig voran“, berichtet die Verwaltung.
Neben der Erneuerung der unterirdischen Infrastruktur, wie Kanäle und Versorgungsleitungen, und einer modernen Pflastergestaltung entstehen Schritt für Schritt attraktive Aufenthaltsbereiche mit mehr Grün, barrierefreien Wegen und moderner Ausstattung. „Jeder Baufortschritt bringt uns unserem gemeinsamen Ziel einer modernen, einladenden Innenstadt ein Stück näher. Die sichtbaren Veränderungen lassen bereits heute erahnen, wie attraktiv die neue Fußgängerzone künftig sein wird“, sagt Bürgermeister Volker Mießeler, der weiß, dass Bürgerinnen und Bürgern sowie Gewerbetreibenden und Eigentümern viel Geduld und Verständnis während der Bauzeit abverlangt wurde und wird.
Bergheim: Leitsystem für Menschen mit Sehbeeinträchtigung
Der umfassende Kanalbau im Altstadtbereich der Hauptstraße, bereits 2024 begonnen, soll voraussichtlich bis nach den Sommerferien zum Großteil abgeschlossen sein. Danach wird der Tiefbau in Lipperts- und der Nießensgasse fortgeführt. Ferner wird die Gestaltung der Oberflächen vom Aachener Tor in Richtung Georgskapelle kontinuierlich vorangetrieben.
Bereits fertig sind Pflasterarbeiten in der Grüne Ladenstraße, in der Georgsgasse, in der östlichen Klosterstraße und im Bereich zwischen Hubert-Rheinfeld-Platz und Georgskapelle. Als verbindendes Element zwischen Alt- und Neustadt – der oberen und unteren Fußgängerzone – kennzeichnet die im Boden integrierte „Via Libra“ die neue Bergheimer Promenade als dunkelgraues Natursteinband, mit Regenrinne und großen Pflastersteinen, in denen Daten und Fakten der Bergheimer Stadtgeschichte eingemeißelt sind. Der Zierstreifen, von dem Teile bereits verlegt wurden, bildet die Grundlage für ein Leit- und Orientierungssystem durch die komplette Fußgängerzone.
Neue Sitzgelegenheiten, Bäume und Pflanzbeete sollen dem Stadtraum eine Struktur geben und setzen schon jetzt Akzente. Teile des taktilen Leitsystems wurden ebenfalls bereits eingebaut und sollen die Orientierung für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen verbessern. Weitere Bauabschnitte werden im Anschluss in Angriff genommen: der Bereich Hubert-Rheinfeld-Platz/Kirchstraße am Medio, dann bis zum Kölner Tor, auch hier mit Kanalsanierung, und schließlich der Bereich Bethlehemer Straße/Konrad-Adenauer-Platz rund um Rathaus und Medio.
Nach dem aktuellen Planungsstand geht die Stadt davon aus, dass die Gesamt-Maßnahme Ende 2028 abgeschlossen ist. Witterungs- und bauablaufbedingte zeitliche Anpassungen könnten jedoch nicht vollständig ausgeschlossen werden.
