Die Bombe ist laut Stadt Bergheim bei Tiefbauarbeiten gefunden worden. Häuser im Umkreis von 300 Metern um den Fund wurden evakuiert.
Sperrungen aufgehobenEntschärfung der Weltkriegsbombe in Bergheim abgeschlossen

Die Weltkriegsbombe im Rotdornweg konnte erfolgreich entschärft werden.
Copyright: Kreisstadt Bergheim
Update von 19.01 Uhr: Die Weltkriegsbombe im Rotdornweg wurde entschärft. Alle Anwohnerinnen und Anwohner können nun wieder sicher in ihre Häuser zurückkehren. Die Straßensperrungen wurden aufgehoben.
Update von 18:22 Uhr: Die zweite Runde der Evakuierung konnte ebenfalls abgeschlossen werden. Die Vorbereitungen für die Entschärfung laufen in vollem Umfang und beginnen gegen 18.30 Uhr.
Update von 17.40 Uhr: Die Pressestelle der Stadt vermeldet, dass die erste Runde der Evakuierung erfolgreich abgeschlossen wurde. Eine zweite Evakuierungsrunde sei bereits im Gang. Der Einsatz verläuft planmäßig. Die Akteure gehen davon aus, am frühen Abend mit der Entschärfung der Bombe beginnen zu können.
In Bergheim-Mitte wurde eine 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe gefunden. Wie die Pressestelle der Stadt berichtet, wurde die Bombe bei Tiefbauarbeiten auf einer Grundstücksfläche im Rotdornweg entdeckt.

Die Zufahrt zur Kennedystraße ist nur bis zum Parkplatz des Amtsgerichts offen, dahinter beginnt bereits die Absperrung
Copyright: Rafael Greboggy
Alle Objekte im Umkreis von 300 Metern um die Fundstelle werden evakuiert. Die betroffenen Gebäude und Haushalte werden bei Türbesuchen von Einsatzkräften und Durchsagen mit Lautsprechern informiert.
Bergheim: Straßensperrungen wegen Bombenfund
Feuerwehr und Polizei haben die Zufahrten zum Fundort der Bombe gesperrt. Über die Kennedystraße etwa gelangt man am Nachmittag nur bis zum Parkplatz des Amtsgerichts. Laut Informationen der Pressestelle der Stadt sind rund 1079 Personen von der Evakuierung betroffen. Das Kinderheim St. Gereon liege in Teilen im Radius des Fundes und müsse evakuiert werden. Die Albert-Schweitzer-Grundschule und die Kindertagesstätte Grüne Erde seien dagegen nicht in der Gefahrenzone.
Die Feuerwehr ist laut dem Pressebüro der Stadt aktuell mit 25 Personen im Einsatz. Mit dabei sind der Löschzug Bergheim, die Feuer- und Rettungswache Bergheim, der Führungsdienst und zwei Rettungswagen. Die Einsatzkräfte helfen bei der Evakuierung mit und sind hauptsächlich mit den Straßensperren beschäftigt. Die Polizei ist laut eines Pressesprechers mit zwölf Personen am Einsatz beteiligt.
Betroffene können in der Turnhalle in Zieverich warten
Nach der Evakuierung wird der Kampfmittelräumdienst die Bombe entschärfen. Währenddessen richtet die Stadt eine Betreuungsstelle in der Turnhalle in der Von-Langen-Straße in Zieverich ein, die allen Bürgerinnen und Bürgern offensteht.
Auch Bürgermeister Volker Mießeler ist am Nachmittag in der Turnhalle, seinen Angaben nach gemeinsam mit etwa 15 bis 20 Leuten. „Ich höre, dass viele Familie, Freunde oder Bekannte im Umfeld haben, wo sie dann hinkönnen“, sagt Mießeler. In der Turnhalle gibt es Sitzplätze und Verpflegung für die Betroffenen. Er gehe davon aus, dass die Entschärfung zwischen 18 und 19 Uhr erledigt sein könnte.
„Wir hatten vor ziemlich genau acht Jahren einen Bombenfund in der Innenstadt“, erzählte Mießeler. „Da war sogar das Krankenhaus von den Evakuierungsmaßnahmen betroffen.“ Die Bombengröße sei damals vergleichbar gewesen. „Acht Jahre lang hatten wir Ruhe, nun ist es wieder so weit.“
