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Mutmaßlicher Katzen-DiebstahlBergheimer Tierheim in Sorge um Sunny

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Das Bild zeigt die junge Katze, die mit einem Schnürsenkel spielt und aufschaut.

Das Tierheim Bergheim vermutet Diebstahl hinter dem Verschwinden der Katze Sunny. Sie war erst vor wenigen Wochen im Müll gefunden worden.

Das Tierheim will dem Finder 1000 Euro geben, um Sunny zurückzubekommen.

Die Katze Sunny hat bereits bewegte Zeiten hinter sich. Lediglich vier Wochen war sie alt, als ein Mann sie auf seinem Heimweg aus einer Mülltonne heraus miauen hörte.

Der Mann brachte die Katze ins Bergheimer Tierheim, wo die Mitarbeitenden sie aufpäppeln konnten. Doch leider ist Sunnys Weg in geordnete Lebensverhältnisse wohl um ein Kapitel länger geworden. Jemand soll die Katze aus dem Tierheim gestohlen haben, wie das Tierheim berichtet.

Leiterin Heike Bergmann erklärt im Gespräch mit der Redaktion, dass solche Vorfälle in Tierheimen immer wieder mal vorkommen. Sie beträfen allerdings eher Hunde, etwa weil zwielichtige Besitzer sie wieder zurückhaben wollten. „Ein Hund läuft in dem Moment ja auch einfach mit“, sagt Bergmann. „Aber sich eine Katze unter die Jacke zu stecken, das geht wirklich nur mit einer jungen Katze. Und dann auch noch eine, die so zahm ist wie Sunny.“

Bergheim: Tierheim-Katze soll sehr nahbar sein

Da sie so klein war, als sie ins Tierheim kam, habe sie eine positive Bindung zum Menschen. Sie hänge schnell am Bein, wenn jemand ins Zimmer kommt, wolle sofort spielen und schmusen.

Die Zimmer würden zwar abgeschlossen, allerdings seien sie nachmittags zwischen 15.30 und 15.45 Uhr für die Fütterung offen gewesen. Bergmann vermutet, dass sich dann der Vorfall ereignet haben könnte. „Wir sind ja kein Hochsicherheitstrakt mit Überwachungskameras“, sagt die Tierheimleiterin.

Dass das Tier einfach entlaufen ist, schließt Bergmann aus. „Sie rennt ja nicht seit Tagen hier im Katzenhaus rum und wir haben es alle nicht gesehen. Sie versteckt sich nicht. Sie kommt hier angelaufen, wenn sie Hunger hat, wenn sie Zuwendung haben will.“ Zum anderen sei sie durch ihr Alter noch recht tapsig und von der Statur eher gedrungen. Sie hätte auf dem Weg nach draußen auch eine große Treppe hinunterlaufen müssen und irgendwie die Außentür des Katzenhauses aufbekommen müssen.

1000 Euro für den Finder

Unverständnis zeigt Heike Bergmann über den Vorfall auch deshalb, weil es einfach sei, sich irgendwo anders eine Katze zu besorgen, etwa bei Ebay, wenn jemand ungewollten Nachwuchs loswerden will.

„Man muss sich gar nicht diesen Nervenkitzel antun“, sagt Bergmann, die nur mutmaßen kann, ob wohl jemand die Schutzgebühr von 250 Euro nicht zahlen wollte, oder ob es sich um eine Kurzschlussreaktion handelte. Für die Mitarbeitenden sei der Vorfall belastend. „Wir wissen ja nicht, wie es der Katze geht, ob dieser Mensch wirklich gut mit ihr umgeht. Das ist, was uns so irre macht. Wir hätten gern selbst entschieden, wo diese Katze leben wird.“

Bevor ein Tier vermittelt wird, lerne man die Besitzerinnen und Besitzer erst mal richtig kennen. „Wir verkaufen hier ja keine Stühle. Es ist ein Lebewesen.“ So eine Jungkatze habe mit ihrer zukünftigen Familie noch 20 Jahre vor sich. „Das ist eine verdammt lange Zeit, die auch viel Geld kostet. Und da reden wir hier schon sehr intensiv mit den Leuten, ob die das auch wirklich durchziehen.“ Hinzu kommt, dass Sunny noch ein Tierarztbesuch bevorstand und sie noch nicht alle Impfungen hatte.

Das Tierheim hat angekündigt, 1000 Euro zu bezahlen, wenn jemand die Katze zurückbringt. Das Geld stammt laut Angaben des Tierheims von einem privaten Spender. „Wir wollen wissen, dass es der Katze gut geht“, sagt Heike Bergmann. „Ich würde keine Fragen stellen.“ Ihr gehe es schlichtweg um das Wohl des Tieres.

Sachdienliche Hinweise nimmt das Heim unter der unten dieser E-Mail entgegen.