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KommentarDas Handeln Bergheims könnte beispielhaft für andere Kommunen sein

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Fachleute der IT-Abteilung sollen Lehrer in Bergheim im Umgang mit digitalen Medien unterstützen.

  1. Weil das Land NRW die Lehrer aktuell in technischer Hinsicht noch nicht fortbilde, will die Stadt Bergheim jetzt helfen.
  2. Fachleute der IT-Abteilung sollen die Schulen im Umgang mit digitalen Medien unterstützen.
  3. Das zeugt von einem angenehmen Pragmatismus, findet unser Autor.

Bergheim – Verwaltungsprozesse, so gut deren Absichten und Folgen auch sein mögen, brauchen ihre Zeit. Was aber, wenn es keine Zeit zu verlieren gibt?

Das Coronavirus hat gezeigt, dass es in Sachen Digitalisierung in den Schulen nicht schnell genug gehen kann. Bei den einen funktionierte Homeschooling besser, bei den anderen schlechter, was auch an den unterschiedlichen Voraussetzungen zu Hause lag.

Das Land NRW ist in der Pflicht

In der Schule sollten die Voraussetzungen gut und gleich sein. Dass das nicht so ist, haben aber nicht die Lehrkräfte zu verantworten, sondern in vorderster Front das Land. Dass die Digitalisierung stärker in die Ausbildung der Lehrer integriert werden muss, sollte spätestens jetzt jedem klar sein.

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Auch wenn die Bergheimer Verwaltung sicher nicht immer schnell ist: Hier hat sie das Problem erkannt. Der Schulsupport, bei dem die Lehrer bei technischen Problemen jederzeit anrufen können, ist sehr beliebt. Darüber kann sich die Bergheimer Schullandschaft glücklich schätzen. Dass die Verwaltung die Lehrer nun gegebenenfalls selbst schulen will, zeugt von einem angenehmen Pragmatismus. Diese Tatkraft den langsam mahlenden Verwaltungsmühlen von Land und Bezirksregierung entgegenzusetzen, könnte beispielhaft für andere Kommunen sein.