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HochwasserAbschlagwehr geöffnet - Rhein tritt in Wesseling über die Ufer

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Das Wasser fließt über den Speedway zum Rückhaltebecken am Peringsmaar.

Bergheim/Wesseling – Der Regen der letzten Tage hat auch im Rhein-Erft-Kreis Flüsse und Bäche anschwellen lassen. Hochwasser in der Erft sorgt für eine Premiere: Erstmals sind die Tore des Abschlagwehrs bei Glesch geöffnet. Das soll verhindern, dass der Fluss unkontrolliert über die Ufer tritt.

Zehn Kubikmeter Wasser fließen pro Sekunde üblicherweise durch das Flussbett. Gestern war es mit 19 Kubikmetern fast doppelt so viel.   Gegen 11 Uhr setzte  Dieter Stein, Betriebsleiter beim Erftverband, mit seinem Team   den Motor in Betrieb, mit dem die mächtigen Bleche hochgefahren wurden.

Zunächst langsam, dann recht zügig füllte sich der Trog, in dem der Freizeitradweg Terra Nova  verläuft, mit Wasser. Nach einer knappen halben Stunde  war das Rinnsal zu einem Fluss angewachsen, der breiter, allerdings  deutlich flacher als die Erft ist. Auf der anderen Seite des Wehrs war der Wasserstand  bereits um 25 Zentimeter gesunken. „Wir haben jetzt das Niveau erreicht, das geplant war. Weiter wird der Pegel nicht sinken müssen“, erläutert Stein. Weil jedoch sehr viel Wasser nachfließe, werde  der Abschlag  noch einige Tage in Betrieb bleiben.

Heftige Regenfälle

Noch  Mittwoch ging man beim Erftverband davon aus, dass die Wehre nicht geöffnet werden müssten.

Heftige Regenfälle in der Nacht zum Donnerstag änderten die Lage, inzwischen spricht der Verband von einem „kleinen bis mittleren Hochwasser“.  Geöffnet wurden die  Tore  nicht nur in Glesch, auch in Kerpen-Mödrath wird die Erft teilweise in Rückhaltebecken abgeleitet.  Hier fließen sonst 2,6 Kubikmeter pro Sekunde den Bach herunter, gestern waren es 16.  Der Radweg an der L 163 ist  gesperrt. Bis Glesch kommt noch das Sümpfungswasser aus dem Tagebau Hambach und    Regenwasser aus den Siedlungen hinzu. Denn auch dort sind die Rückhaltebecken voll, wie Erftverband-Sprecherin Luise Bollig sagt. 

Auch ein Sammelbecken in Eicherscheid bei Bad Münstereifel wurde geöffnet,  um den Pegel schon im Oberlauf zu regulieren. Am Gillbach wurde das Becken zwischen Bergheim-Rheidt-Hüchelhoven  und Rommerskirchen-Gill geflutet.

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. Die Wellen schwappen bereits am Rheinforum. Der Uferpfad ist gesperrt.

Vor der Öffnung des Glescher Wehrs hatten der städtische Ordnungsdienst und der Erftverband den Weg gesperrt.Neun Kubikmeter Wasser werden aktuell abgeleitet, rechnerisch ist das Becken am Peringssee demnach in gut 27 Stunden voll. „Drei Kubikmeter werden hinter Bedburg gleich wieder abgelassen“, erläutert Stein. Darüber, wie lange es dauern wird, bis das Becken wieder leer gelaufen ist, könne man mangels Erfahrungswerten noch keine Angaben machen.

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Die Rhein hat sich auf der Rheinwiese breit gemacht. Fußball spielt hier erst einmal keiner mehr.

In Wesseling steht das Rheinforum mit den Fundamenten im Wasser, auch das benachbarte Hotel wird vom Rhein umspült, der Radweg am Fluss ist gesperrt. Kein Problem macht der Wasserstand bislang der Fähre zwischen Wesseling und Niederkassel-Lülsdorf – die „Marienfels“ fährt  bis zu einem Pegelstand von zehn Metern.