Bergheim – Rosemarie Oswald war viele Jahre lang Lehrerin für Mathematik, Chemie und Biologie am Gutenberg-Gymnasium. Ulver Oswald unterrichtete am Erftgymnasium Biologie, Erdkunde und Kunst. Die Liebe zu Island hatte beide zusammengeführt. Jetzt feiert das Paar Goldhochzeit.
Rosemarie Oswald (75) ist in Bonn geboren, in Köln aufgewachsen, studierte Mathematik und Chemie und unterrichtete bis 1986. Wegen Krankheit im Vorruhestand, setzte sie ihr Studium fort, promovierte und arbeitet bis heute als Reiseleiterin für Studienreisen. Dabei hat sie fast die ganze Welt kennengelernt. „Ich wollte immer die Menschen in ihrem Lebensraum kennenlernen, nicht als Voyeur unterwegs sein“, sagt die Pädagogin.

Nach der Hochzeit ging es mit dem Zelt nach Island.
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Ulver Oswald, kriegsbedingt in Stettin geboren, seit 1946 wieder in Köln-Bickendorf zu Hause, legte in Vaters Uhrmacherwerkstatt 1963 die Gesellenprüfung ab. „Der Beruf war mir aber nicht wesensgemäß“, sagt er. Er holte das Abitur nach und studierte Biologie und Geologie.
Gäste aus vielen Nationen
Nach einem Islandurlaub hielt Ulver Oswald bei der Volkshochschule einen Vortrag. „Sie war sehr interessiert und stellte viele Fragen“, erinnert er sich. Als sie selbst Urlaub auf Island gemacht hatte, bat er sie um einen Reisebericht.
1968 heiratete das Paar, der erste Urlaub 1969 ging mit dem Zelt nach Island. Nach einer ersten Wohnung in Weiden bauten sie ein Haus in Bergheim-Kenten. Vier Kinder, zwei davon Zwillinge, wuchsen dort auf.
Neben dem Reisen sind beide im Vorstand der deutsch-isländischen Gesellschaft in Köln. Rosemarie Oswald besucht einen Literaturkreis und spielt Tennis. Ulver Oswald kümmerte sich am Bergheimer Roundtable um den Jugendaustausch. Gerne empfängt das Paar Besuch aus aller Welt.
So werden im Sommer zur Feier der Goldhochzeit neben den Kindern und acht Enkeln Gäste aus einem runden Dutzend Nationen erwartet.
