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„Ein Albtraum“Mitarbeitende vom Tierheim Bergheim schockiert über Fund-Hund

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Der Hund aus Kerpen beim Tierheim Bergheim.

Der Hund aus Kerpen beim Tierheim Bergheim.

„Uns fehlen gerade komplett die Worte“, erklärt eine Mitarbeiterin vom Tierheim. Erst nach Stunden sei der Hund befreit gewesen.

„Es ist unfassbar“, sagt eine Mitarbeiterin vom Tierheim Bergheim. Es geht um einen Hund, der den Tierschützerinnen und Tierschützern von der Stadt Kerpen übergeben wurde. Der Anblick des Vierbeiners ist selbst für die erfahrenen Mitarbeitenden schwer zu ertragen. „Uns fehlen gerade komplett die Worte.“

Der Hund wird gerade von einem Mitarbeiter und einer weiteren Helferin auf einem Tisch betreut. Gemeinsam versuchen sie, das Tier komplett von seinem Fell zu befreien. „Der muss wirklich bis auf den Grund geschoren werden“, erklärt die Mitarbeiterin vom Tierheim Bergheim weiter.

Tierheim Bergheim: „Was hat dieses Tier erleiden müssen?“

Das Fell sei so stark verfilzt gewesen, dass selbst Gliedmaßen wie die Pfoten und der Schwanz in dem Fellknäuel kaum zu erkennen gewesen seien. Die Szenen des Einsatzes hat das Tierheim Bergheim in einem Video festgehalten. „Hier in diesem Paket war der Schwanz drin“, erklärt die Mitarbeiterin weiter und hält eines der Fellknäuel in den Händen.

„Was hat dieses Tier erleiden müssen?“, fragt sich die Mitarbeiterin. Frau Weber, die andere Mitarbeiterin, die gerade versucht, den Hund von seinem Fell zu befreien, zeigt sich schockiert. „Es ist wirklich ein Albtraum“, sagt sie.

Auch der Mitarbeiter ist sprachlos. „Wir haben wirklich schon viel gesehen, aber das ist wirklich unfassbar.“

Hund konnte aufgrund von Verfilzungen kaum laufen

An der Schnauze hatte der Fund-Hund ebenfalls große Verfilzungen, sodass sein Gesicht kaum noch zu erkennen war. Stundenlang haben die Mitarbeitenden eigenen Angaben zufolge daran arbeiten müssen, um den Hund von seinem „Panzer“ befreien zu können.

Der Rüde sei durch die verhärteten Filzplatten „gefangen“ gewesen und habe kaum laufen können. Beim Urinieren habe er sich selbst einnässen müssen. In all den Jahren sei den Mitarbeitenden noch nie ein Tier in einem so bemitleidenswerten Zustand untergekommen. Der Gedanke, wie lange der Hund bereits mit seinem Fell-Panzer herumlaufen musste, sei kaum zu ertragen.

Inzwischen gehe es dem kleinen Rüden etwas besser. Er sei in Kerpen gefunden worden. Das Tierheim Bergheim sucht nach Zeuginnen und Zeugen, die eventuell Hinweise zu dem oder der Besitzerin geben können. Erreichbar sind die Tierschützer unter der Telefonnummer 02271-4824124 oder in den sozialen Netzwerken.