An der Liblarer Straße sollen Bauten aus den 1950er-Jahren weichen. 25 Millionen Euro werden investiert.
Abbruch und NeubauGebausie will im Westen von Brühl 40 zusätzliche Wohnungen schaffen

Die städtische Gebausie will an der Liblarer Straße in Brühl-West Häuser aus den 1950er-Jahren abbrechen und durch größere neue ersetzen.
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Die Liblarer Straße wird in den kommenden Jahren auf einem größeren Abschnitt im Brühler Westen ihr Gesicht verändern. Die Gebäude der Hausnummern 92 bis 108 werden abgebrochen und durch Neubauten ersetzt.
Die Häuser seien „stark in die Jahre gekommen. Die Bausubstanz ist aus den 1950er-Jahren“, teilt die städtische Wohnungsgesellschaft Gebausie als Eigentümerin der Immobilien fest. „Nach gründlichem Abwägen haben wir uns entschieden, die Häuser nicht zu erhalten“, erklärt Thomas Isele, Geschäftsführer der Gebausie. Der Aufwand einer Sanierung würde in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen, anders als beim Neubau, betont er.
Zahl der Wohnungen soll sich auf mehr als 80 verdoppeln
Denn mit dem Projekt, für dessen Umsetzung die Gebausie voraussichtlich rund 25 Millionen Euro in die Hand nehmen wird, soll die Zahl der dortigen Wohnungen in etwa verdoppelt werden. Derzeit bieten die neun Gebäude Platz für 42 Wohnungen – zumeist mit zwei Zimmern. Einzelne Wohnungen wurden in der Vergangenheit saniert, eine umfassende Instandsetzung gab es zuletzt jedoch nicht.
„Energetisch sind die Gebäude nicht mehr zeitgemäß und sie sind auch nicht barrierefrei zugänglich“, erklärt Martin Lichius, der Technische Leiter der Gebausie. So seien etwa die Fenster großenteils ein Vierteljahrhundert alt. Künftig sollen die Wohnungen heutigen Ansprüchen genügen. Dazu will man auch den Bedarf in Sachen Zuschnitt ermitteln.
Klar ist, dass im Verlauf der kommenden fünf Jahre sechs Gebäude für mehr als 80 Wohnungen, errichtet werden. Diese werden tiefer in die rückwärtigen Gärten reichen und höher als bislang sein. „Zur Straße hin werden die Gebäude dreigeschossig sein“, so Lichius.

So könnten die künftigen Gebäude an der Liblarer Straße einmal aussehen.
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Die rund 70 derzeitigen Bewohner will die Gebausie an anderer Stelle unterbringen. Geplant sind „individuelle Mietergespräche“, die die Gebausie in Laufe dieses Jahres starten will. Wie in vorangegangenen Projekten etwa in Brühl-Vochem werde man die Bewohner bei der gezielten Wohnungssuche und beim Umzug unterstützen, so die städtische Gesellschaft.
Ralf Ritter, Technischer Beigeordneter in Diensten der Stadt Brühl, befürwortet das Bauvorhaben. „Dort wird ein sinnvolle Nachverdichtung umgesetzt“, erklärt er.

