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Bau der FeuerwacheGrüne in Brühl pochen auf Bündelung der Wehr an einem Standort

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Zu sehen ist ein Feuerwehrauto auf einer Baustelle.

Der Bau der Brühler Feuerwache an der Römerstraße schreitet voran. 

Bei der Verabschiedung des Brandschutzbedarfsplans wird heftig diskutiert, CDU und SPD verteidigen Verwaltung.

Der Brühler Rat hat mit großer Mehrheit die Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes beschlossen und damit die Weichen gestellt, damit die Stadt auch künftig bei Bränden oder anderen Notfällen gerüstet ist. In dem Papier, das alle fünf Jahre aktualisiert werden muss, findet auch die neue Feuer- und Rettungswache an der Römerstraße Beachtung. Diese befindet sich derzeit im Bau und könnte 2028 in Betrieb genommen werden.

Von da an soll für eine Übergangszeit von fünf Jahren der bisherige Standort an der Rheinstraße in Brühl-Ost erhalten bleiben und einem Teil der Freiwilligen Feuerwehr dienen. In diesem Zeitraum will die Bezirksregierung prüfen, ob tatsächlich – wie bislang am Computer simuliert – mit Betrieb der neuen Wache in den vorgegebenen Zeiten die Einsatzorte im Stadtgebiet angefahren werden und die freiwilligen Kräfte ihre Basis wie erforderlich erreichen.

Es ist klare Zielsetzung, den Standort an der Rheinstraße anschließend aufzugeben
Holger Köllejan, CDU-Fraktionschef

Die Grünen-Fraktionschefin Simone Holderried pocht darauf, nach Ablauf der fünf Jahre alle Kräfte am neuen Standort zu bündeln. „Schon bei der vorangegangenen Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes war diese Übergangslösung festgehalten, nun klingt der Passus jedoch etwas offener. Uns beschleicht die Sorge, dass hier durch die Hintertür die alte Wache dauerhaft erhalten bleibt. Das darf nicht sein. Das war für uns von Beginn an Voraussetzung für die Zustimmung zum Neubau an der Römerstraße“, so Holderried.

Heftiger Widerspruch kam im Rat von anderen Fraktionen. Patrick Berg (CDU) betonte, es werde keine zweite Wache erhalten, sondern nur Platz für die Freiwillige Feuerwehr. Es sei eine Frechheit, der Verwaltung derartige Vorhaben zu unterstellen.

Jochem Pitz, Fraktionschef von FDP/Volt, erklärte: „Da ist nichts Schleichendes dabei.“ Man habe immer wieder auf die Anforderungen der Bezirksregierung hingewiesen. „Das war bekannt, dieses Risiko ist der Rat eingegangen“, so Pitz – und daher habe man das Bauvorhaben abgelehnt. Bernhard Schumacher (SPD) stimmte zu: „Ja klar, haben wir das gewusst. Ich verstehe die Diskussion nicht.“ Man müsse die alte Wache fünf Jahre erhalten und schauen, ob die Simulation korrekt ist. Holger Köllejan, CDU-Fraktionschef, betonte, es sei „klare Zielsetzung, den Standort an der Rheinstraße anschließend aufzugeben“.