Georg Frey, der Kreisvorsitzende des Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverbands, verknüpft die guten Zahlen mit einem Wunsch.
Tourismus boomtBrühl stellt mit mehr als 660.000 Übernachtungen einen Rekord auf

Das Brühler Schloss Augustusburg zählt zu den touristischen Anziehungspunkten der Stadt.
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Brühl ist für auswärtige Besucher eine immer beliebtere Adresse. 284.935 Gästeankünfte und 661.135 Übernachtungen zählten die Statistiker 2025 – gegenüber dem Vorjahr war das ein Plus bei den Ankünften von 7,5 Prozent und bei den Übernachtungen um 5,7 Prozent. Dies teilte Georg Frey, der Kreisvorsitzende des Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverbands, mit.
Zu Beginn des Jahres 2026 setzte sich der positive Trend fort. Von Januar bis Mai wurden mit 96.173 Gästeankünfte und 248.689 Übernachtungen erneut steigende Zahlen ermittelt. „Diese Daten sind für uns als Dehoga Rhein-Erft vor allem eines: ein beeindruckendes Ergebnis für den Tourismusstandort Brühl und für die gastgebenden Hotel- und Übernachtungsbetriebe mit der sehr breit aufgestellten Gastronomie. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst dafür, nicht nur nach Brühl zu kommen, sondern hier auch zu übernachten“, so Frey, der auf die immense Bedeutung des Tourismus hinweist.
Übernachtungsgäste gelten als wichtiger Wirtschaftsfaktor
So seien Übernachtungsgäste längst ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Sie übernachten in Hotels, besuchen Restaurants und Cafés, nutzen Freizeit- und Kulturangebote und kaufen im Einzelhandel ein. Von jedem zusätzlichen Übernachtungsgast profitiert damit eine ganze regionale Wertschöpfungskette“, betont der Dehoga-Kreisvorsitzende, der seit einigen Tagen zusätzlich Vorsitzender des Fachausschusses für Ausbildung und Weiterbildung des Dehoga NRW ist.
Die positiven Zahlen bedeuteten aber nicht nur mehr Nachfrage und wirtschaftliche Chancen, sie zeigten auch, dass Nachwuchs dringend gebraucht werde. „Eine wachsende Hotellerie und Gastronomie benötigt gut ausgebildete junge Menschen, die diese Entwicklung mitgestalten“, sagt Frey. Die Branche biete vielfältige berufliche Perspektiven. Nun seien Politik, Wirtschaft und die Branche selbst gefragt, stärker in Ausbildung und Weiterbildung zu investieren.
„Wenn wir wollen, dass Brühl und der gesamte Rhein-Erft-Kreis weiterhin vom wachsenden Tourismus profitieren, müssen wir heute die Fachkräfte von morgen ausbilden. Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn Personal fehlt“, appelliert er.

Georg Fey ist Kreisvorsitzender des Dehoga.
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Frey wirbt auch für einen sachlichen Dialog über die Erweiterung des Phantasialands als einen der wichtigsten touristischen Frequenzbringer der Stadt. Der Dehoga-Kreischef steht dem Ausbau positiv gegenüber. Im Blickpunkt müsse die gesamte touristische Entwicklung Brühls stehen, findet er. Neben dem Phantasialand und den Brühler Schlössern als Unesco-Welterbe verwies Fey auch auf neue Angebote im „Turm X“ und Kletterwald Schwindelfrei, die sich zunehmender Beliebtheit erfreuten.
Frey wies bei Dehoga Lounge auf „anspruchsvolle Situation der Branche“ hin
Anlässlich der alljährlichen Dehoga Lounge für den Rhein-Erft Kreis und Euskirchen in Mechernich hatte Frey unlängst bereits vor rund 350 Teilnehmern auf die weiterhin „anspruchsvolle Situation der Branche“ verwiesen. Steigende Kosten, Personalmangel, zunehmende Bürokratie und hohe Energiekosten stellten Gastronomie und Hotellerie vor große Herausforderungen. Hier forderte er von der Politik Unterstützung.
Ein besonderer Schwerpunkt der Zusammenkunft galt dem Thema Nachwuchs. So wurden Talente der Branche geehrt, die bei der NRW-Jugendmeisterschaft herausragende Leistungen gezeigt hatten. Gemeinsam mit ihren Ausbilderinnen und Ausbildern wurden sie auf die Bühne gebeten.
