Blessemer Bürgerforum sammelt SpendenUnterstützung für Flutopfer lässt nicht nach

Baumaterial für die Bürger halten Rotarier und Mitglieder des Bürgerforums in Händen.
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Erftstadt-Blessem – Die Unterstützung hochwassergeschädigter Haushalte in Blessem geht unvermindert weiter. Bislang wurden 106.000 Euro Spendengeld vom Bürgerforum Blessem-Frauenthal ausgezahlt. 145.000 Euro werden noch verteilt, zum einen in Form von Geldspenden aber zunehmend auch in Form von Materialspenden, berichtet Gottlieb Richardt, Geschäftsführer des Bürgerforums. „Wir wollen uns als Forum bei der Unterstützung der Bürger konzeptionell weiterentwickeln. Wichtig ist es, Hilfe noch gezielter einzusetzen“, erläutert er.
Materialleistung umfasse im wesentlichen drei Bereiche: Malerbedarf (Putz, Farbe, Pinsel und vieles mehr), Elektroartikel (Kabel, Lehrrohre, Schalter und anderes) sowie Weißware (Trockner, Geschirrspüler, Waschmaschinen). Nach der ersten Phase, bei der es darum ging, die größte Not rasch zu lindern, gehe man nun über zur Aufbauphase. In der Garage von Forumsmitglied Helmut Zimmermann lagert bereits Baumaterial. Die Sachen werden den Bürgern geliefert oder Termine für eine Abholung vereinbart. Eng wird hierbei mit dem Rotary Club Köln-Ville unter ihrem Präsidenten Professor Alfred Karbowski kooperiert. Die gemeinnützige Organisation engagiert sich finanziell und materiell. Der Club hatte zunächst eine Soforthilfe von 14.300 Euro aus Einzelspenden der Clubmitglieder aufgebracht, das an die Stadt überwiesen wurde, um flächendeckend zu helfen.
Schnell und effektiv
„Nachdem klar war, dass die Hilfe kein Sprint, sondern ein Marathon werden würde, hat der 77 Mitglieder zählende Club weitere 10.000 Euro Spenden unter den Mitgliedern gesammelt“, berichtet Karbowski. In Kooperation mit dem Bürgerforum wurden bei den Bürgern einerseits Spendenwünsche abgefragt, aber auch durch persönliches Aufsuchen von Flutopfern Bedarfe ermittelt. Für 20.000 Euro wurden sodann im Baumarkt, bei Haushaltsgerätefirmen und beim Großhandel für Elektrozubehör eingekauft. Noch ist nicht alles verteilt, doch die Helfer sind von dem neuen Verteilkonzept überzeugt.
„Diese Vorgehensweise hat gezeigt, dass die direkte Unterstützung der Betroffenen schneller und effektiver zum Erfolg führt als ein Umweg über behördliche Strukturen“, sagt Clubmitglied Günter Ott, der zusammen mit Alfred Karbowski und Professor Albrecht Berkessel die Koordination und Vernetzung im Ort hergestellt sowie die Logistik geleitet hat.
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Daher soll diese praktische Hilfe vor Ort auch in den nächsten Wochen fortgesetzt werden, sagt Günter Ott. Weitere Einkäufe sind geplant, weiterhin werden daher Spenden für den Kauf von Baumaterial gebraucht.



