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Aufzuf zu FotowettbewerbKunstprojekt soll Erftstadt in allen Facetten zeigen

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Das Bild zeigt den Fotografen, der seine Kamera hält, vor dem Kunstraum. Pber der Glastür hängt der Schriftzug „Kuck mal“.

Im Kunstraum Kuck mal veranstaltet Klaus W. Kuck regelmäßig Foto-Ausstellungen.

Klaus W. Kuck hat mit seinem Kunstraum einen Treffpunkt für Liebhaber der Fotografie geschaffen. Sein neues Projekt dreht sich um Erftstadt.

Fotografieren ist seine große Leidenschaft. Ohne eine seiner Kameras ist Klaus W. Kuck kaum einmal unterwegs, schließlich lauern die Motive an jeder Ecke.

2014 hat der gebürtige Kölner ein Haus in Kierdorf gekauft und hier vier Jahre später seinen Traum von einem Raum für Ausstellungen und Gespräche verwirklicht.

Kunstraum „Kuck mal“ ist Treffpunkt für Fotografen

Längst ist der Kunstraum „Kuck mal“ für Fotointeressierte zu einem beliebten Treffpunkt geworden, an dem der Galerist seine eigenen Fotografien zeigt und regelmäßig anderen eine Plattform bietet.

2022 wagte er sich an ein besonders ambitioniertes Projekt: Da lud er die Fotoclubs der Partnerstädte in England, Frankreich und Polen ein, ihre Städte in Fotos darzustellen. „Das war nicht einfach, aber ich habe dabei Wahnsinnserkenntnisse gewonnen“, berichtet der 74-Jährige, der Freude am Organisieren hat.

Für seine vielfältigen Aktivitäten, mit denen er die heimische Kulturszene bereichert, wurde er im vergangenen mit dem Kulturpreis Erftstadt ausgezeichnet. Schon am Abend der Verleihung kam ihm die Idee, das Preisgeld für einen Fotowettbewerb mit anschließender Ausstellung zu verwenden.

Menschen aus Erftstadt können Fotos einsenden

Alle Erftstädter sind aufgerufen, Fotos zum Thema „Erftstadt fotografie-rt“ einzureichen. „Es geht darum, möglichst viele Facetten unserer Stadt zu zeigen“, erklärt Kuck, „es wäre schön, wenn man auch Überraschendes zu sehen bekäme“. Inzwischen haben bereits mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer Werke eingereicht. Einsendeschluss ist der 31. August, eine Jury entscheidet, welche Bilder ab Mitte November in der Ausstellung gezeigt werden. „Ich mache das aus Spaß an der Freud’“, sagt Kuck.

Sein Interesse an der Fotografie begann, als er 1976 mit einem Interrail-Ticket durch Europa reiste. Dabei sind so stimmungsvolle Aufnahmen entstanden, dass Kuck sein neues Hobby fortan mit großer Hingabe betrieb. Den Wechsel von der analogen zur digitalen Technik hat er mühelos vollzogen, aber „früher musste man warten, das war auch spannend“.

„Fotografie ist etwas für Einzelgänger“, stellt er fest. Den Austausch mit Gleichgesinnten aber möchte er dennoch nicht missen. Seit 35 Jahren ist er Vorsitzender des Fotoclubs City Treff, der seinen Sitz im Kölner Mediapark hat. Neben Bildbesprechungen werden regelmäßig Workshops und gemeinsame Fotoausflüge angeboten. „Selbst wenn man nebeneinander steht, macht jeder ein anderes Bild“, weiß Kuck aus langjähriger Erfahrung.

Wolfgang Kuck verfolgt seine Fotomotive lange

Seine Interessen sind breitgefächert, immer gelingt ihm dabei ein ganz eigener Zugang zum Motiv, etwa durch eine spezielle Lichtstimmung oder eine ungewöhnliche Perspektive. Ein Hauptthema ist der Mensch.

„Meine Bilder sollen Hinweise geben, sollen informieren, Stimmungen befördern und Gefühle auslösen“, beschreibt der Fotograf seine Intentionen. Das ist ihm bei Nicole Trué gelungen, die sich durch eine Ausstellung zum Thema „Beziehungen“ angeregt fühlte, Texte zu den jeweiligen Fotos zu verfassen. Aus der Zusammenarbeit ist ein sehenswerter Katalog entstanden.

„Ich verfolge meine Motive lange“, berichtet Kuck, „die Aussage ist wichtig, das Bild muss nicht nur schön sein“. Mit dem Smartphone fotografiert er übrigens nie: „Das ist mir alles viel zu klein.“ Vorbehalte hat er auch gegenüber KI-generierten Fotos. „Da tue ich mich schwer“, gibt er unumwunden zu.