„Alle Hebel in Bewegung gesetzt“Maskenausgabe in Erftstadt verläuft problemlos

Laura Ables (.l.) und Birgit Plischka sind froh, die Kunden mit Masken versorgen zu können.
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Erftstadt – Laura Abels betreibt drei Apotheken in Erftstadt. Mit ihr sprach Ulla Jürgensonn.
Die ersten Tage, an denen die Apotheken kostenlos Masken ausgegeben haben, sind um. Wie haben Sie sie erlebt?
Abels: Es war auch für uns eine neue, herausfordernde Situation, da alles sehr schnell zu organisieren war. Dennoch waren wir sehr dankbar für diese tolle Möglichkeit, durch die Maskenabgabe wieder einen so wichtigen Anteil für die Gesundheit der Menschen und für unsere Kunden zu leisten. Wir haben dann kurzfristig alle Hebel in Bewegung gesetzt und uns intensiv vorbereitet und überlegt, was wir tun können, um eine optimale Maskenvergabe zu ermöglichen. Gestern haben wir zwei Schlangen gebildet und die Masken abgegeben. Wir haben Päckchen gepackt, wir haben gute Wünsche mitgegeben und haben unsere Kunden versorgen können.
Aus den Apotheken und von den Kunden kommen die unterschiedlichsten Rückmeldungen. Bei manchen Apotheken lief es reibungslos, bei anderen gab es keine Masken. Wie kann das sein?
Das kann ich Ihnen nicht erklären. Auch bei uns war am Montagnachmittag Aufruhr, weil ich von meinem Lieferanten die Nachricht bekam, dass wir keine Masken erhalten. Dann habe ich in meinem sehr gut funktionierenden Apothekerinnen-Netzwerk herumtelefoniert und mich ins Auto gesetzt und habe Masken organisiert, weil ich es ganz wichtig fand, dass wir alle Kunden bedarfsgerecht versorgen können.
In einigen Apotheken genügten Ausweis und Unterschrift, in anderen brauchte man einen Kundenausweis.
Da das alles sehr kurzfristig kam, gab es keine eindeutige Anweisung für uns. Deshalb war es schwierig herauszufinden, ob die Kunden nicht in jede Apotheke gehen und sich Masken holen. Da hat jeder Apotheker überlegt, was er macht. Wir möchten alle Kunden versorgen, damit jeder zu seinem Recht kommt.
Auch die Apotheker sollen zu ihrem Recht kommen. Sie betreiben ja auch die Landapotheke in Erp, die ist klein. Die wird bei der Zuweisung der Mittel eher schlecht abschneiden.
Das stimmt. Durch die Pauschale haben es die kleinen Apotheken nicht so einfach. Wir haben aber gerade in dieser ersten Welle der Verteilung die Chance, den Kunden zu zeigen, dass wir die Bevölkerung versorgen können und dass wir es mit Freude tun.
Sehen Sie die Verteilung als gesellschaftliche Verpflichtung der Apotheken?
Ich persönlich sehe meine Aufgabe als Apothekerin vor Ort darin, die Bevölkerung zu versorgen. Wir möchten den Kunden, vor allem den kranken, eine Hilfe sein und sie durch diese Aktion noch stärker unterstützen, sich vor Corona zu schützen. In diesem Fall können wir das. Und: Ja, für mich ist das zum einen Verpflichtung, aber auch eine Herzensangelegenheit. Ich und meine Teams unserer drei Apotheken wünschen all unseren Kunden von Herzen zu Weihnachten die bestmögliche Gesundheit.
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In der zweiten Welle soll man die kostenlosen Masken auch in Online-Apotheken bekommen.
Das habe ich auch gelesen. Ich finde, dass die Vor-Ort-Apotheken sehr viele Vorteile gegenüber der Online-Apotheken hat. Die Vor-Ort-Apotheke ermöglichen immer die optimale Versorgung aller Menschen: Da wir direkt vor Ort sind, können wir einzigartig eine optimale Gesundheitsversorgung durchführen, eine Versorgung, die kompetent, einfach, sicher, schnell und persönlich ist. Daher – das ist meine ganz persönliche Meinung – sind wir die richtigen Ansprechpartner für alle gesunden und kranken Menschen, denen eine persönliche und kompetente Betreuung wichtig ist.



