Das Kulturerbe der Region soll an 30 Orten analog und digital vernetzt werden. Stelen mit Vitrinen zeigen Kulturgüter und touristische Inhalte.
Rheinisches RevierSo möchte sich Frechen am LVR-Projekt „Kulturschaufenster“ beteiligen

Diese KI-generierte Visualisierung eines „Kulturschaufensters“ gilt auch als Vorbild für das geplante Projekt in Frechen.
Copyright: LVR-geSCHICHTEN Rheinisches Revier (KI-generiert).
Die Stadt Frechen möchte sich an der Aktion „Kulturschaufenster Rheinisches Revier“ des Landschaftsverband Rheinland (LVR) beteiligen. Der Verband plant die Einrichtung von bis zu 30 „Kulturschaufenstern“ im Rheinischen Revier. Dabei handelt es sich um digitale oder analoge Informationsstelen mit Vitrinen an ausgewählten Orten. Ziel des Projekts ist es, ein vernetztes Erlebnis- und Informationssystem mit kulturhistorischen Inhalten und regionalen Besonderheiten zu schaffen.
Gesamtkosten werden auf rund 1,8 Millionen Euro geschätzt
Das Projekt ist noch Gegenstand eines Förderantrags des LVR und steht bis zur Bewilligung unter Vorbehalt. „Aktuell sammeln wir Ideen und Vorschläge, dieses Jahr fällt noch die Entscheidung, und wir können hoffentlich 2027 mit der Umsetzung beginnen“, teilt die Projektleiterin Dr. Dagmar Hänel, Leiterin des LVR-Fachbereichs Zentrale Dienste, Strategische Steuerungsunterstützung mit. Aktuell würden in einem siebenstufigen Verfahren die Fördergespräche geführt. Für das Gesamtprojekt schätzt Hänel die Kosten auf rund 1,8 Millionen Euro. Der Bau und die Aufstellung ist für 2028/29 geplant.
Wir wollen die Region und ihr Kulturerbe vernetzen, nur im Miteinander kann etwas Gutes gelingen
„Wir wollen die Region und ihr Kulturerbe vernetzen, nur im Miteinander kann etwas Gutes gelingen“, so die LVR-Projektleiterin. Rad- und Wanderwege könnten die einzelnen Standorten verbinden. An ihnen sollen auch per QR-Code jeweils touristische Informationen wie zum Beispiel über Museen, Gastronomiebetriebe oder Hotels vor Ort sowie über die anderen Stelen bereitgestellt werden.
Im Mittelpunkt der Präsentation sollen die ortstypischen Objekte in den Vitrinen stehen, die jährlich ausgetauscht werden. Auch zu ihnen werden Hintergrundinformationen bereitgestellt. Optional können auch Sitzgelegenheiten mit einer kabellosen Ladefunktion eingerichtet werden.
Frechen: Bartmannkrüge, Briketts, Steinzeugrohre oder Keramikkunst sollen ausgestellt werden
Der LVR plant, die Planung, Umsetzung und den Bau sowie den Betrieb und die Wartung der Kulturschaufenster über einen Zeitraum von 15 Jahren zu übernehmen. Auch die inhaltliche Betreuung, die Texterstellung, die Aktualisierung der Web-App sowie der Austausch der Vitrinen-Objekte soll in den Händen des Verbands liegen. Den Kommunen entstehen so lediglich die Kosten für die Pflege des Standorts.
Die Stadt Frechen schlägt als Standort für das Kulturschaufenster die Nordseite des alten Rathauses oder die Südseite der ehemaligen Marienschule vor. An diesen Orten könnten im Wechsel Objekte und Informationen zur Töpfereigeschichte sowie zur Braunkohlenindustrie gezeigt werden. So könnten in der Vitrine unter anderem Bartmannkrüge, Briketts, Steinzeugrohre oder Keramikkunst ausgestellt werden. Aufgrund der exponierten Lage in der Innenstadt empfiehlt die Verwaltung die Auswahl einer analogen Stele. Auf eine Sitzbank mit Ladestation solle verzichtet werden, da in der Fußgängerzone bereits einheitliche Sitzmöbel geplant seien.

