Gleich zu Beginn waren fast alle Plätze besetzt – Bühnenprogramm mit Musik, Reden und Modenschauen. Versteigerung erbrachte 2600 Euro für einen guten Zweck.
75 Jahre StadtrechteSo stimmungsvoll wurde in Frechen das große Stadtfest gefeiert

Schon recht früh waren fast alle Plätze auf dem Platz und an den Ständen besetzt.
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„Besser als mit der Versteigerung der Bartmannkrüge hätte die Veranstaltung gar nicht ausklingen können“, so Michael May, Vorsitzender des Frechener Aktivkreises, beim Rückblick auf die Feier zum 75-jährigen Jubiläum der Verleihung der Stadtrechte an die damalige Gemeinde Frechen am 2. September 1951. Und wie bereits beim Startschuss am Montag im Senioren-Café im Stadtsaal mit rund 400 Gästen, so waren auch am Mittwochnachmittag gleich zu Beginn fast alle Sitzplätze auf dem Johann-Schmitz-Platz und vor den Ständen der einzelnen Anbieter belegt.
Sowohl an den Pavillons, wo es Kölsch und andere Biersorten gab als auch an den Wagen, wo die Winzer ihre edlen Getränke anboten, herrschte reger Betrieb. Und schnell dampfte es auch auf den Grills, wo diverse Leckereien angeboten wurden. Neben der normalen Bratwurst warteten Spezialitäten aus Nepal ebenso auf den Gast wie Pasteten portugiesischer Machart oder ungarische „Langos“, eine Art Pizza. Und Urlaubserinnerungen konnten auch beim Kibbeling am Fischwagen aufgefrischt werden.

Viele kleine und große hölzerne Bartmannkrüge warteten auf ihre neuen Besitzer.
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Vor der Marienschule hatten sich eine Reihe von Vereinen und Organisationen aufgestellt, DLRG, Nabu, Geschichtsverein, VHS und Stadtarchiv stellten sich und ihre Arbeit ebenso vor wie die Gold-Kraemer-Stiftung, das Hospiz oder die Umweltgruppe „FUCHS“ und das Keramion. Der Lions-Club hatte seinen Stand neben der Bühne aufgebaut.
Schon Perikles wusste vor 2500 Jahren: Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt. Und genau das gilt auch für Frechen
Was wäre eine Festveranstaltung ohne Festreden? In diesem Fall fielen sie relativ kurz aus. Bürgermeister Uwe Tietz dankte dem Aktivkreis dafür, dass er angesichts der finanziellen Nöte der Stadt eingesprungen war und in kurzer Zeit diese Veranstaltung auf die Beine gestellt hatte.

75 Jahre alt ist das Papierfähnchen, das Paul Pesch von den Feiern im Jahr 1951 aufgehoben hat.
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Er war erfreut, dass dadurch die ganze Woche mit mehreren Veranstaltungen an das doch für die Kommune bedeutende Ereignis vor 75 Jahren erinnert werde. „Schon Perikles wusste vor 2500 Jahren: Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt. Und genau das gilt auch für Frechen“, so Tietz, der in seiner Ansprache die wechselhafte Entwicklung und Geschichte Frechens ansprach. Er erinnerte daran, dass vieles, was mal Frechen ausgemacht habe, inzwischen gewichen sei und dafür Neues das Bild der Stadt bestimme.
Frechen: 70 Jahre Partnerschaft mit Kapfenberg in der Steiermark
Er ging auch auf ein weiteres Jubiläum ein, nämlich das 70-jährige Bestehen der Partnerstadt zu Frechen. In dem Zusammenhang rief er seinen österreichischen Amtskollegen Matthäus Baxchernegg auf die Bühne, der mit einer kleinen Delegation ins Rheinland gekommen war. auch die ehemalige Bürgermeisterin Susanne Stupp und Alt-Bürgermeister Hans-Willi Meier traten aus diesem Anlass auf die Bühne. Bachernegg, der schon vor 35 Jahren als junger Sportler erstmalig in Frechen war, erklärte, dass er immer gern wieder hier her komme: „Aus der Partnerschaft ist inzwischen eine feste Freundschaft geworden. Und wir haben es auch unglaublich gerne, wen Ihr zu uns kommt.“

Bürgermeistertreffen: Uwe Tietz und Matthäus Bachernegg aus Kapfenberg sind noch aktiv, Susanne Stupp und Hans Willi Meier erinnerten an ihre vergangenen Amtszeiten (v.l.)
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Für Unterhaltung auf der Bühne sorgte die Bigband der Musikschule unter der Leitung von Paul Pesch und die Gruppe „Blattgold“ der Paul-Kraemer-Stiftung unter der Führung von Peter Worms. Gleich zweimal gab es einen kleinen Einblick in die Modewelt: Bianka Pauli, Inhaberin des gleichnamigen Modetreffs und stellvertretende Vorsitzende des Aktivkreises, hatte zusammen mit ihren Kundinnen eine kleine Schau initiiert.

Für die musikalische Untehaltung sorgte - wie vor fünf Jahren - der inklusive "Blattgold-Chor" unter der Leitung von Peter Worms (M.).
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Höhepunkt war die Versteigerung von kleinen und großen Bartmannkrugmodellen: May sorgte dafür, dass alle der von Künstlern und Initiativen gestalteten Modelle einen neuen Besitzer fanden: Künftig schmückt ein gelb-schwarzer Krug das Bürgermeisterzimmer und verweist mit seinen Farben darauf, dass dort ein BVB-Fan arbeitet. 350,09 Euro zahlte Tietz dafür. Und obwohl Kämmerin Gudrun van Kleef eigentlich „auf dem Geld sitzen müsste“, so May, hat auch sie ein großes Exemplar aus ihrer Privatschatulle für ihr Büro ersteigert.
Auch die Kapfenberger Gäste nehmen ein buntes hölzernes Andenken mit. „Das bringe ich nächste Woche mit dem Auto persönlich nach Kapfenberg“, erzählte May. Insgesamt kamen über 2600 Euro zusammen. Der Erlös geht an den Hospiz-Verein und die Tafel. Einen Extra-Krug versteigerte man zu Gunsten des Jugendzentrums DeLuxe, wo kürzlich durch einen Einbruch erheblicher Schaden verursacht wurde.
