Nach dem tödlichen Verkehrsunfall im Juni 2025 ergreift der Landesbetrieb weitere Maßnahmen, die für mehr Sicherheit sorgen sollen.
Mehr SicherheitAmpel an der Frechener Straße in Hürth wird erweitert und neu programmiert

Die Ampelanlage an der Kreuzung Frechener Straße und Theresienhöhe wird erweitert und umprogrammiert.
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Ein Jahr nach dem tragischen Unfall auf der Frechener Straße, bei dem die zehnjährige Schülerin Avin und der Schulbegleiter Luis (25) ums Leben kamen, erweitert der Landesbetrieb Straßen NRW die Ampelanlage an der Einmündung der Theresienhöhe. Künftig wird auch der Verkehr auf der bislang signalfrei geführten Rechtsabbiegespur von der Frechener Straße auf die Theresienhöhe von einer Ampel geregelt. Dadurch sollen die Verkehrsströme stärker getrennt und die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer erhöht werden.
Derzeit laufen im Bereich der Fußgängerquerung Bauarbeiten. Mitarbeiter des Straßen- und Tiefbauunternehmens F. Baumeister aus Netphen (Kreis Siegen-Wittgenstein) haben im Auftrag von Straßen NRW bereits einen neuen Ampelmast aufgestellt und Kabel verlegt. Darüber hinaus muss ein bestehender Ampelmast versetzt werden, erklärte Behördensprecher Torsten Gaber auf Anfrage. Die Arbeiten sollen bis Anfang Juli abgeschlossen sein.
Hürth: Eine Reihe von Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen
Der Umbau der Ampelanlage gehört zu den Maßnahmen, die die Unfallkommission des Rhein-Erft-Kreises beschlossen hat, um die Verkehrssicherheit auf der Frechener Straße zu erhöhen. Vorausgegangen war ein sogenanntes Sicherheitsaudit beim Landesbetrieb Straßen NRW. Dabei analysierten Experten die Verkehrssituation und legten eine Reihe von Empfehlungen vor.
Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählt eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Frechener Straße zwischen Sudetenstraße und Theresienhöhe von 70 auf 50 Kilometer pro Stunde. Nach Einschätzung der Gutachter handelt es sich um präventive Maßnahmen. Sie kamen zu dem Schluss, dass der Unfall nicht auf bauliche Sicherheitsdefizite zurückzuführen sei, sondern auf menschliches Fehlverhalten.
Ampelschaltung an der Hürther Kreuzung wird angepasst
Ein damals 20-jähriger Autofahrer, der nach bisherigen Erkenntnissen bei Rot über die Ampel gefahren sein soll, hatte auf der Fußgängerquerung mehrere Kinder und Begleitpersonen, die Warnwesten trugen, mit seinem BMW erfasst. Er muss sich derzeit vor dem Landgericht Köln wegen fahrlässiger Tötung in zwei Fällen verantworten. Im Rahmen des Strafverfahrens fand zuletzt auch ein Ortstermin statt.
Im Zuge der aktuellen Bauarbeiten wird jetzt auch die Ampelschaltung an die inzwischen geltende geringere Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h angepasst. Nach Angaben von Behördensprecher Gaber wird die Gelbphase verkürzt und die sogenannte Räumzeit der Kreuzung verlängert: Während dieser Phase haben alle Verkehrsteilnehmer Rotlicht. Dadurch entstehe ein zusätzlicher Sicherheitspuffer, so Gaber.
