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Prüfung bestandenSo wurden bei „Klein's Backstube“ in Hürth aus Helferinnen Fachkräfte

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Das Foto zeigt die Absolventinnen mit Urkunden sowie Gratulanten vor der Firmenzentale von „Klein's Backstube“ in Hürth.

Nach fünf Monaten berufsbegleitender Qualifizierung und Prüfung vor der Handwerkskammer haben die Teilnehmerinnen nun einen anerkannten Berufsabschluss.

16 Aushilfskräfte haben neben dem Job eine Weiterbildung zur Fachverkäuferin gemacht. Nun haben sie neue berufliche Perspektiven.

Aus Aushilfen werden Fachkräfte: 16 Mitarbeiterinnen der Hürther Bäckereikette „Klein’s Backstube“ haben eine Ausbildung zur Fachverkäuferin im Lebensmittelhandwerk mit Schwerpunkt Bäckerei gemacht und bekamen jetzt ihre Urkunden. Vorausgegangen war eine fünfmonatige berufsbegleitende Qualifizierung mit Prüfung vor der Handwerkskammer.

Unterstützt wurde die Weiterbildung durch die Agentur für Arbeit Brühl mit Bildungsgutscheinen im Rahmen der Beschäftigtenqualifizierung. Für die Stadtbäckerei Klein, die mit 1300 Beschäftigten und mehr als 100 Filialen zu den größeren Arbeitgebern in der Region gehört, war die Qualifizierungsmaßnahme mit einer so großen Gruppe eine Premiere.

Hürth: Stadtbäckerei Klein investiert in Menschen

„Wir investieren nicht nur in Maschinen und Produkte, sondern vor allem in unsere Menschen“, betont Geschäftsführer Oliver Klein. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unsere wichtigste Zutat. Sie sind jeden Tag im direkten Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden und prägen damit unser Unternehmen.“ Er sei stolz, dass alle Teilnehmerinnen die Prüfung bestanden haben.

Viele der Absolventinnen sind bereits seit Jahren bei der Stadtbäckerei Klein beschäftigt, hatten bislang aber keinen anerkannten Berufsabschluss. Als Fachkräfte haben sie nun neue berufliche Perspektiven und werden in eine höhere Gehaltsstufe eingruppiert.

Berufsabschluss eröffnet neue Perspektiven

Die kompakte Ausbildung an der Bäckerfachschule in Olpe umfasste alle wichtigen Inhalte des Berufsbilds – von der Warenkunde über Beratung und Kommunikation bis hin zu Wirtschaft, Kalkulation und rechtlichen Grundlagen. Das Wissen können die Bäckereifachverkäuferinnen nun unmittelbar im Arbeitsalltag einsetzen. Gerade die Warenkunde spielt eine große Rolle. So wissen die Mitarbeiterinnen heute noch genauer, welche Zutaten in den Produkten stecken und wie sie hergestellt werden.

Die Teilnehmerinnen kamen aus unterschiedlichen Filialen, auch der Zusammenhalt wuchs durch die Qualifizierungsmaßnahme. „Die größte Herausforderung war für mich, wieder das Lernen zu lernen“, sagte Daniela (50) aus Hürth. „Aber wir haben uns in der Gruppe gegenseitig motiviert und unterstützt.“ Auch Nicole ist stolz auf ihren Abschluss. „Ich habe schon viel angefangen, aber diesmal habe ich es geschafft, dranzubleiben und es zu Ende zu bringen“, so die 36-jährige Hürtherin.

Wir investieren nicht nur in Maschinen und Produkte, sondern vor allem in unsere Menschen
Oliver Klein, Geschäftsführer

Lydia Pokall von der Bäckerfachschule Olpe hob das Engagement der Teilnehmerinnen, aber auch des Unternehmens hervor: „Eine Weiterbildung neben dem Berufsalltag ist eine große Herausforderung.“ Die Agentur für Arbeit setzt auf Nachahmer. Die erfolgreiche Qualifizierung zeige, wie wichtig es sei, vorhandene Potenziale in Unternehmen zu nutzen. Viele Beschäftigte brächten bereits umfangreiche Berufserfahrung mit. Ein fehlender Berufsabschluss könne jedoch langfristig eine Hürde sein.

„Unternehmen finden häufig die besten Fachkräfte bereits in den eigenen Reihen. Mit einer gezielten Qualifizierung können Beschäftigte ihre Erfahrung durch einen anerkannten Berufsabschluss ergänzen. Davon profitieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso wie die Betriebe“, erklärt Ralf Holtkötter, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Brühl.

Der gemeinsame Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und des Jobcenters berät zu passenden Weiterbildungsmöglichkeiten, prüft Fördermöglichkeiten und begleitet die Umsetzung. Erreichbar ist der Service unter 0800/4555520.