Nach dem Großbrand in Hürth-Kalscheuren dauern die Löscharbeiten auch am Dienstag noch an. Die Nacht über waren zahlreiche Wehrleute im Einsatz.
GroßbrandLöscharbeiten in Hürth beendet – Warnungen aufgehoben
In Hürth-Kalscheuren brannte auf einem Nachbargelände des Euronova Campus bei der Firma Omnideal (An der Hasenkaule/Hans-Böckler-Straße) zwei etwa 5500 Quadratmeter große Lagerhallen. Die Feuerwehr Hürth forderte Verstärkung von weiteren Löschzügen aus Brühl, Wesseling und Kerpen an. Etwa 160 Feuerwehrleute waren über die ganze Nacht im Einsatz.
Am Dienstagmorgen (27. Januar) wurden die Einsatzkräfte abgelöst, denn die Löschmaßnahmen dauern weiter an. Die Einsatzleitung hat Thomas Rademacher. Glutnester, die immer wieder aufflammten, bereiteten Probleme, erklärte die Feuerwehr am Morgen. Der Einsatz könnte sich noch bis in den Nachmittag hineinziehen. Auch die Warnung vor Brandgasen wurde weiter aufrechterhalten. Am Vormittag änderte sich die Windrichtung, so dass Löschschaum in Richtung Hürth geweht wird. Am Abend wurde die Warnung aufgehoben.

In Hürth-Kalscheuren brennt auf dem Euronova-Gelände eine Lagerhalle lichterloh.
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In der Halle lagerten unterschiedliche Gegenstände, darunter viel Verpackungsmaterial. Bei dem Unternehmen soll es sich um einen Online-Versandhandel handeln.
Nach Zeugenangaben soll es in der Anfangsphase immer wieder zu Verpuffungen kommen sein. Ein Teil des Hallendachs stürzte ein. Schon aus der Entfernung war trotz des wolkenverhangenen Himmels am Montag eine dichte schwarze Rauchwolke zu sehen. Die Bahnstrecke in diesem Bereich wurde zeitweise gesperrt. Die Polizei riegelte umliegende Straßen weiträumig ab.

Meterhoch schlagen die Flammen aus der Lagerhalle. Das Dach ist bereits eingestürzt.
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Wie es aus Feuerwehrkreisen verlautet, sei die Lagerhalle nicht mehr zu retten. Man versuche jetzt, die angrenzenden Gebäude zu schützen, hieß es am Montagmittag weiter. Zahlreiche Feuerwehrkräfte versuchten von mehreren Seiten, die Flammen zu löschen. Auch Drehleiterfahrzeuge von mehreren Feuerwehren aus dem Rhein-Erft-Kreis waren im Einsatz.
Die Apps Nina und Katwarn warnen die Bevölkerung vor dem Rauch
Die Warn-Apps Nina und Katwarn hatten eine Meldung an die Bevölkerung verbreitet. Demnach kam es zu Geruchsbelästigungen und Rauchniederschlag. Anwohner sollten sich sofort nach innen begeben und Fenster sowie Türen geschlossen halten. „Schalten Sie die Lüftungs- und Klimaanlagen ab“, heißt es weiter.

Die enorme Rauchentwicklung bei dem Großbrand in Hürth-Kalscheuren war schon von Weitem zu sehen.
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Auch kurz vor 20 Uhr am Montag waren immer noch etwa 160 Feuerwehrleute am Einsatzort. Zwar war das Feuer inzwischen deutlich kleiner, doch immer noch schlugen Flammen aus der Halle und immer noch war die Rauchentwicklung enorm. Am Abend wurde auch das Technische Hilfswerk alarmiert. Mit einem Frontlader sollten dann die Hallenwände niedergerissen werden. „Danach wird das Brandgut hier auf eine Freifläche gefahren, auseinander gezogen und abgelöscht“, erklärte Schmitz die weiteren Maßnahmen.
Auch die Feuerwehr Köln warnte: In Godorf, Rodenkirchen und angrenzenden Bereichen komme es durch den Brand zu Geruchsbelästigung und Rauchausbreitung.
