Entlastung für den NeffelbachRegenwasser wird jetzt gefiltert

4,7 Millionen Liter Wasser fasst das Becken.
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Kerpen – Wenn der Neffelbach demnächst von starkem Niederschlag und Unwetter betroffen ist, dann muss man sich keine Sorgen mehr darum machen, dass der Bach überläuft. Denn der nächste Schritt des Gewässerschutzes ist getan und der Bau des Retentionsbodenfilters (RBF) an der Kölner Straße durch den Erftverband abgeschlossen.
Bis zu 4,7 Millionen Liter Wasser können in dem Erdbecken bei Starkregenvorfällen zwischengespeichert werden und entlasten so den Neffelbach. Bei solchen Niederschlägen vermischen sich in der Kanalisation Regenwasser und Abwasser, das dadurch so verdünnt wird, dass die Kläranlagen dessen Reinigung nicht mehr problemlos leisten können.
Bodenfilter für die Abwasserreinigung
Deshalb dient der Filter auch zur Abwasserbehandlung. In dem Becken gibt es eine Filterschicht, bestehend aus einem Folienboden, Sand, Kies, Schilf und anderem Bewuchs. Auf einer Fläche von gut 3200 Quadratmetern könne so das verdünnte, aber immer noch ungereinigte Abwasser gefiltert werden, erläutert der Erftverband. Ungelöste und auch gelöste Schmutzstoffe werden zurückgehalten.
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Die Filterschicht sorge zudem dafür, dass das Wasser gedrosselt in den natürlichen Gewässerkreislauf abfließen könne. Der Erftverband setze zunehmend auf diese Formen des Gewässerschutzes, auch aufgrund der zu erwartenden Steigerung von Starkregenvorfällen in der Zukunft. In Bedburg baute der Verband auch bereits eine RBF-Anlage.



