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WochenkommentarWer durch den Rhein-Erft-Kreis will, braucht gute Nerven

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Das Bild zeigt einen Stau auf der Autobahn A4

Stau auf der Autobahn 4 zwischen Köln-Klettenberg und Autobahnkreuz Köln-West (Symbolbild).

Udo Beißel über Verkehrsprobleme, Baustellen und Infrastruktur im Rhein-Erft-Kreis.

Ob auf der Straße, der Schiene oder im öffentlichen Nahverkehr – wer im Rhein-Erft-Kreis unterwegs ist, braucht nicht nur Geduld, sondern auch gute Nerven.

Diejenigen, die im Süden des Kreises unterwegs sind, bekommen die Auswirkungen der gesperrten Nordbrücke zu spüren. Die kleine, sonst eher als Verkehrsmittel unbedeutende Personenfähre Rheinschwan, die Wesseling und Niederkassel verbindet, wird plötzlich für viele Pendler zu einer so wichtigen Verbindung, dass der Fährmann eine Zusatzsatzschicht einlegt.

Auf den Autobahnen bestimmen Baustellen und Brückensanierungen den Alltag. Seit rund zehn Jahren wird an der A4 am Teilanschluss Frechen-Königsdorf gebastelt. Auf der A61 zwischen Erftstadt und dem Autobahnkreuz Bliesheim sorgt der Bau einer neuen Brücke für tägliche Staus. Und die Baumaßnahme an der A4 in Höhe Klettenberg/Eifeltor hat Auswirkungen bis nach Hürth, Frechen und Brühl.

Udo Beißel

Udo Beißel

Stellvertretender Leiter der Lokalredaktion Rhein-Erft des „Kölner Stadt-Anzeiger“ und der „Rhein-Erft Rundschau“. Jahrgang 1966, wohnhaft in Frechen. Verlagskaufmann, Volontariat beim NP-Express und ...

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Doch damit nicht genug: Jetzt vermeldet die Bahn, dass die Strecke zwischen Köln und Aachen länger als vorgesehen gesperrt bleibt. Im Anschluss rollt für drei Wochen die Linie 18 zwischen Köln und Bonn nicht. Leidtragende werden viele Menschen aus Brühl, Hürth und Wesseling sein, die auf diese Verbindung angewiesen sind. Ersatzbusse helfen zwar, ersetzen aber keine Stadtbahn.

Die Frage, ob die Arbeiten nicht besser koordiniert werden können, kommt schnell auf. Der Rhein-Erft-Kreis ist nicht nur mit seinen Autobahnen eine wichtige Transitstrecke von den Niederlanden nach Süden, Osten und Norden, sondern auch Bindeglied zwischen Düren, Köln, Bonn und Düsseldorf. Funktionierende Verkehrswege sind Grundvoraussetzung für den Alltag zehntausender Menschen und geben für Unternehmen die Grundlage für wirtschaftliches Arbeiten. Trotz aller Probleme gibt es auch eine gute Nachricht. Wer heute Umleitungen und Wartezeiten in Kauf nimmt, kann künftig auf eine leistungsfähige Infrastruktur hoffen. Die Frage ist nur – wann?