„Vorsorgliche“ EntscheidungFällarbeit an Pulheimer Supermarkt – Autofahrer überrascht

Kurz nach 10 Uhr haben am Freitag die Fällarbeiten hinter der Abteipassage begonnen.
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Pulheim-Brauweiler – Der Parkplatz hinter der Abteipassage bleibt auch heute, Samstag, gesperrt. „Vorsorglich“, da die Äste noch weggeräumt werden müssten, sagte Andreas Tischler von der Objektgesellschaft Brauweiler auf Nachfrage.
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Die neue Eigentümerin der Abteipassage möchte den Gebäudekomplex aus den 1980er-Jahren abreißen und durch einen Neubau mit Wohnungen, Geschäften und einer Tiefgarage ersetzen lassen. Da vor Beginn der Bauarbeiten Archäologen das Gelände unter die Lupe nehmen, hat eine von der Eigentümerin beauftragte Firma am Freitag die fünf Platanen fällen lassen. „Wir müssen dem Landschaftsverband Rheinland eine freie Fläche übergeben“, erklärte Andreas Tischler. Da am Sonntag. 1. März, die Brutzeit der Vögel beginnt, hätten die Bäume bis zum Ende der Woche gefällt werden müssen.
Überraschte Autofahrer
Autofahrer, aber auch Kunden des Supermarktes Rewe wirkten überrascht. Sie gehörten offenbar nicht zu denen, die am Donnerstag einen Zettel an der Windschutzscheibe ihres Wagens entdeckt haben. Die Hinweise auf „großflächige Arbeiten auf dem Parkplatz“ am Freitag, ab 8 Uhr, und ein Parkverbot „auf den abgesperrten Flächen“ hatte die Objektgesellschaft verteilen lassen.
Er habe nicht gewusst, dass der Parkplatz am Freitag gesperrt sei, sagte ein Autofahrer. Die Suche nach einem Stellplatz hatte den Mann kurz nach 10 Uhr in den Teil des Parkplatzes verschlagen, der wegen der Fällarbeiten mit einem Zaun abgesperrt war. Er war nicht der einzige, der sich mit Vor- und Zurücksetzen aus der Klemme zu befreien suchte. „Ich bin froh, dass ich schon früh, kurz nach neun, losgefahren bin und noch einen Parkplatz bekommen habe. All das hätte ich nicht nach Hause tragen können“, sagte eine Kundin und zeigte auf ihren gut gefüllten Einkaufswagen.
Eine Mehrheit im Stadtrat hatte im Februar zugestimmt, dass die Eigentümerin die Platanen fällen lassen darf. Die Stadt habe die Genehmigung am 14. Februar erteilt, mit dem Zusatz, dass die Wurzeln im Boden bleiben müssten, so Stadtsprecherin Ruth Henn. „Damit ist einer Bitte der zuständigen Denkmalschutzbehörde entsprochen worden.“ Da es sich um Privatgelände handle, müsse der Verwaltung der Termin für die Fällarbeiten nicht mitgeteilt werden.



