Ehefrau mit Kopfschuss getötet28-Jähriger zu lebenslanger Haft verurteilt

Ein Iraker (M.) wird beschuldigt, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit vier Schüssen getötet zu haben.
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Pulheim/Köln – Wegen Mordes, Freiheitsberaubung, Nötigung und unerlaubten Waffenbesitzes ist vor dem Landgericht Köln ein 28 Jahre alter Iraker zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte vor einen halben Jahr seine von ihm getrennt lebende Ehefrau mit mehreren Kopfschüssen getötet hat. Bereits am ersten Verhandlungstag hatte der Angeklagte für Aufsehen gesorgt, als er unter Tränen seine Hinrichtung forderte.
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Hintergrund der Tat war die Trennung von seiner Frau. Nachdem sich die Frau nicht mehr bei ihrem Mann gemeldet hatte, schmiedete der Angeklagte den Mordplan. Am Tattag im Oktober vergangenen Jahres fuhr der Iraker zu Wohnung seiner Schwiegereltern nach Pulheim.
Als er in die Wohnung ging, liefen seine Frau und deren Mutter in Panik durch die Terrassentür aus der Wohnung, um sich in Sicherheit zu bringen. Der 28-Jährige griff jedoch zur Waffe und schoss viermal auf seine Frau, die ihren Verletzungen noch am Tatort erlag.
Gewalttätige Übergriffe
Der Täter verließ die Wohnung, wurde aber in unmittelbare Nähe von Polizisten aufgegriffen und festgenommen.Schon im Polizeiverhör hatte er die Tat eingeräumt. Er sprach von einen angespannten Verhältnis zu seinen Schwiegereltern. Das machte er auch mit für das Scheitern der Ehe verantwortlich. Sein Schwiegervater habe ihm vor der Tat mitgeteilt, nicht zufrieden mit ihm als Schwiegersohn zu sein. Die Staatsanwaltschaft hatte im Prozess von gewalttätigen Übergriffen des Angeklagten gegenüber seiner Frau gesprochen. (be)

