Mit großer Mehrheit hat sich die Pulheimer Bevölkerung für eine Teilnahme an einer Olympia-Bewerbung ausgesprochen.
RatsbürgerentscheidSo haben die Menschen in Pulheim über die Olympia-Bewerbung abgestimmt

Die Olympische Fahne könnte auch in Pulheim wehen.
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Die Olympischen Spiele können kommen. Jedenfalls wenn es nach den Pulheimerinnen und Pulheimern geht, die am Ratsbürgerentscheid zur Bewerbung um die Ausrichtung des Sportgroßereignisses teilgenommen haben.
Konkret ging es um diese Frage: „Sind Sie dafür, dass sich die Stadt Pulheim an der gemeinsamen Bewerbung KölnRheinRuhr um die Olympischen und Paralympischen Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt?“
13.543 Menschen sagten ja. Dies entspricht 70,19 Prozent. Mit nein stimmten 5751 Bürgerinnen und Bürger (29,81 Prozent). Rund 44.780 Einwohnerinnen und Einwohner waren abstimmungsberechtigt, der Ratsbürgerentscheid erfolgte per Briefabstimmung. Die Beteiligung lag somit bei 43,29 Prozent. Mindestens 15 Prozent der Abstimmungsberechtigten hatten sich für ein gültiges Votum beteiligen müssen.
„Die Menschen in unserer Stadt haben sich sehr deutlich für eine Teilnahme an der Bewerbung der Region KölnRheinRuhr um Olympische und Paralympische Sommerspiele ausgesprochen. Dies ist eine große demokratische Legitimation für die Teilnahme unserer Stadt an der Bewerbung“, sagte Bürgermeister Frank Keppeler. „Mit dem privaten Golf Club Gut Lärchenhof steht eine anerkannte Wettkampfstätte für große internationale Turniere als Austragungsort auf Pulheimer Stadtgebiet zur Verfügung.“
Im Vorfeld hatten Pulheimer CDU, SPD und Grüne sich für die Teilnahme an einer Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Auch Landrat Frank Rock (CDU) hatte die Spiele als große Chance bezeichnet. Ins Zeug gelegt hatte sich zudem Josef Spyth, Geschäftsführer des privaten Golf-Clubs Gut Lärchenhof in Pulheim-Stommelerbusch. Der von der US-amerikanischen Golflegende Jack Nicklaus entworfene Platz ist als Austragungsort für die Golf-Wettbewerbe vorgesehen.
Neben vielen weiteren Kommunen in NRW ist das benachbarte Köln als „Leading City“ der Bewerbung der potenzielle Standort für das Olympische und Paralympische Dorf sowie für ein zukunftsweisendes, temporäres Leichtathletikstadion.
Es gibt auch weitere deutsche Bewerbungen für die Austragung: München, Hamburg und Berlin/Leipzig wollen ebenfalls Olympia in ihre Städte holen. Die Münchner Bürgerinnen und Bürger haben schon mit Ja gestimmt. Hamburg stimmt Ende Mai darüber ab, in Berlin gibt es keine Befragung. Am 26. September trifft der Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB) die Entscheidung, mit welchem der vier Konzepte Deutschland sich international bewirbt. Dann findet eine außerordentliche Mitgliederversammlung statt.
