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Ursache noch unklarKreis geht weiterer Spur zu Gestank in Brühl, Hürth und Erftstadt nach

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Das Bild zeigt ein Gebäude aus Backstein mit einem gläsernen Gang und einem grauen Schild davor.

Der Rhein-Erft-Kreis geht einer weiteren Spur zur Ursache der Geruchsbelästigung in Brühl, Hürth und Erftstadt nach, über die sich Bürger und Städte beschwert hatten.

Die Bezirksregierung Köln und die Stadt Erftstadt verweisen in diesem Fall an den Rhein-Erft-Kreis, der dem Hinweis nachgeht.

Der Rhein-Erft-Kreis geht einer weiteren Spur zur Ursache der Geruchsbelästigung in Brühl, Hürth und Erftstadt nach, über die sich Bürger und Städte beschwert hatten. Auch der Redaktion liegt dieser Hinweis zu einem Unternehmen aus Erftstadt vor. Dem Kreis liegen diese Informationen nach eigenen Angaben seit Montag ebenfalls vor. „Wir gehen den Hinweisen derzeit nach“, teilt ein Sprecher des Kreises dazu auf Anfrage mit. „Eine belastbare Bestätigung oder Einordnung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich“, sagt er weiter.

Die Bezirksregierung Köln habe in diesem Fall keine Zuständigkeit, teilt ein Sprecher der Behörde auf Anfrage mit. Sie verweist, ebenso wie die Stadt Erftstadt, an den Rhein-Erft-Kreis. Das Thema Geruchsbelästigung durch den Betrieb sei dem Ordnungsamt ebenfalls seit einigen Tagen bekannt, so ein Stadtsprecher auf Anfrage. Das Ordnungsamt habe umgehend den Kreis informiert, da dies in dessen Zuständigkeit falle.

Erftstadt: Remondis sieht Ursache nicht in eigenen Anlagen

Schon vergangene Woche war ein Unternehmen aus Erftstadt in den Fokus der Kreisverwaltung gerückt – ob es dasselbe war, ist unklar. Damals hieß es aus Bergheim: „Nach den bisherigen Erkenntnissen gibt es Hinweise darauf, dass ein Betrieb in Erftstadt als mögliche Quelle infrage kommen könnte.“

Bereits vor Jahren klagten Bürger der drei Städte über wiederkehrenden, unangenehmen Geruch. 2022 hatten die Behörden als einen der Verursacher das Brühler Eisenwerk ausgemacht und die Quellen für die fauligen und säuerlichen Gerüche in einer Kompostieranlage der Firma Reterra, einem Unternehmen der Remondis-Gruppe, und einer Sortieranlage für Hausmüll des Unternehmens Remondis gefunden.

Die Bürgerinitiative „Uns stinkt’s“ beklagte nun die Rückkehr der Geruchsbelästigung und fordert die Behörden zum Handeln auf. Ein Sprecher der Remondis Sustainable Services GmbH auf Anfrage mit: „Nach erneuter Prüfung und in Übereinstimmung mit den regelmäßigen, unauffälligen Messungen der Bezirksregierung können wir Remondis als Quelle ausschließen.“

Erftstadt: Remondis sieht Ursache nicht in eigenen Anlagen

Bei den Anlagen der Remondis seien zwischenzeitlich „sogar zwei zusätzliche Entstaubungsanlagen mit nachgeschaltetem Aktivkohlefilter errichtet“ worden, so der Sprecher des Entsorgungsunternehmens. Dazu seien weitere Tore als Schnelllauftore mit Luftschleieranlagen umgerüstet worden. Bei der Reterra sei ebenfalls nachgerüstet worden, es sei ein sogenannter „saurer Wäscher“ dem bereits installierten Biofilter vorgeschaltet worden.

Die Anlagen würden regelmäßig seitens der überwachenden Behörden kontrolliert, mit Vorankündigung und unangemeldet. „Eine Abweichung zum genehmigten Betrieb oder eine Auffälligkeit in der Betriebsweise oder gar bei den Emissionen konnte zu keinem Zeitpunkt festgestellt werden“, heißt es in der Antwort weiter.

Auch die Bezirksregierung Köln teilte dazu jüngst mit, die Anlagen des Verwertungszentrums Rhein-Erft-Kreis (VZEK, das Remondis betreibt) und des Chemieparks Knapsack würden nach aktuellem technischen Stand betrieben. Auch das Eisenwerk Brühl sei von der Geruchscharakteristik nicht ausschlaggebend für die derzeitige Beschwerdelage.

Wie schon das benachbarte Brühl bittet nun auch die Stadt Hürth die Bürger, Geruchsbelästigungen online zu melden. So soll eine strukturierte Erfassung im Stadtgebiet ermöglicht werden. Dazu wurde ein Formular hinterlegt, auf dem Geruchsbelästigungen unkompliziert und gezielt dokumentiert werden könnten, heißt es. 

„Werden Gerüche gleichzeitig oder wiederholt an verschiedenen Orten im Stadtgebiet wahrgenommen, können die eingegangenen Hinweise auch räumlich auf einer Karte dargestellt werden. Dadurch lassen sich mögliche Schwerpunkte und räumliche Zusammenhänge besser erkennen“, so die Stadt. Meldungen würden an die zuständige Untere Immissionsschutzbehörde des Rhein-Erft-Kreises (REK) weitergeleitet. Für die Ursachenaufklärung und die Durchführung der erforderlichen Ermittlungen seien Kreis und Bezirksregierung verantwortlich. Das Formular ist hier zu finden.