Initiativen für Demokratie aus dem gesamten Kreisgebiet haben in Hennef gegen eine Veranstaltung mit dem AfD-Abgeordneten Tobias Ebenberger demonstriert.
Demonstration gegen die AfDInitiativen setzen in Hennef und Siegburg ein Zeichen für Vielfalt

Vertreter mehrerer Demokratie-Initiativen aus dem Kreisgebiet protestierten vor dem Lokal in Hennef-Stein, in dem sich die AfD traf.
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Trennstreifen zwischen der AfD und allen anderen. Als am Freitag der Ortsverband Hennef den Troisdorfer AfD-Bundestagsabgeordneten Tobias Ebenberger im Gasthaus Steinhof empfängt, formiert sich auf der anderen Straßenseite das Hennefer Bündnis für Vielfalt. 70 Menschen aus dem ganzen Kreisgebiet demonstrieren mit Regenbogenflaggen, Transparenten und Papptafeln für Vielfalt und Demokratie und gegen die blaue Politik auf der anderen Seite.
Unterstützung kommt von den Demokratie-Bündnissen aus Siegburg, Much, Troisdorf, Niederkassel und anderen Kommunen. Die AfD spricht von 60 Menschen, die zu ihrer Veranstaltung erschienen sind. Dass man dem Treffen nur mit Anmeldung beiwohnen kann, ist für Anna Seidel, Initiatorin der Gegendemo, Teil des Konzepts: „Das ist ein gezielter Ausschluss der Öffentlichkeit.“ Wenig später kommen ein paar AfD-Anhänger aus dem Gasthof auf die andere Straßenseite, scheinbar haben sie ihr Auto auf dem Platz der Demonstration geparkt. Außer ein paar Sprüchen werden nicht viele Worte gewechselt, die Kommunikation findet dann eher aus der Ferne statt.
Fremdenfeindlich Aktion in Siegburg
Von der anderen Straßenseite aus bekommen die Demonstranten ein Plakat mit einem großen blauen Herzen und der Aufschrift „Danke“ zu sehen. Die AfD wertet die Gegendemonstration als einen Aufmerksamkeitsschub. „Diese Verdrehung von Realitäten ist abstoßend“, kommentiert Seidel. Angesichts der steigenden Umfragewerte betont sie: „Das, was wir hier tun, verdient keine Pause.“ Sie appellierte an allen Teilnehmenden, möglichst viele Leute zu motivieren, Haltung zu zeigen und deutlich sichtbar zu machen, dass sie mit der Politik der AfD nicht einverstanden sind. Dabei benötigten die Demonstrierenden einen langen Atem. „Wir werden noch eine Weile brauchen.“
Auch in Siegburg stieß eine fremdenfeindliche Aktion der AfD auf Gegenwehr: An der Ecke Bonner Straße/Siegstraße hatten bereits am Donnerstagabend mehrere Teilnehmer mit einem Plakat „Remigration jetzt “ Stimmung gemacht und dazu eine große Deutschlandfahne geschwenkt. Gegenüber vor dem Pumpwerk hielten Mitglieder der Initiative „Siegburg zeigt Haltung – Gemeinsam für Demokratie und Vielfalt“ dagegen, mit Transparenten „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ und „Kein Ort für Rassismus“.
