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Heinrich-Böll-Gymnasium in TroisdorfTipps für den Start ins Berufsleben

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Troisdorf – „Was wird aus dem Kind“, das ist eine Frage, die wohl alle Väter und Mütter umtreibt, ohne dass sie deshalb gleich zur berüchtigten, alles überwachenden Kategorie der „Helikoptereltern“ gezählt werden müssen. Zumal der Nachwuchs aus einer schier unübersichtlichen Vielfalt unterschiedlicher Berufe auswählen kann. Um die Entscheidung leichter zu machen, bot ein Elternkomitee am Sieglarer Heinrich Böll-Gymnasium einen Berufsorientierungstag an, bei dem Neunt- bis Zwölftklässler ein großes Spektrum kennenlernen konnten.

Ein Experte vom LKA

Unter anderem stellten ein Staatsanwalt, ein Geo-Physiker, eine Tierärztin, eine Gynäkologin, ein Informatiker und eine Elektroingenieurin ihre Arbeit vor, gaben Tipps für Bewerbungen und Praktika. Beate Beyer-Paulick vom deutschen Institut für Erwachsenenbildung gab ihrer Gruppe mit auf den Weg, dass man in der Presse- und Öffentlichkeitsbild mitunter ganz schön dicke Bretter bohren muss, um Medien auf eine Institution aufmerksam zu machen. Thomas Minzenbach, kriminaltechnischer Experte beim Landeskriminalamt Düsseldorf, zeigte die zahlreichen Untersuchungsmethoden auf, mit dem er und seine Kollegen den Hergang von Straftaten aufklären. Seitens der Redaktion erläuterte Andreas Helfer, wie Praktika, eine Mitarbeit im Junge-Zeiten-Team des „Rhein-Sieg-Anzeiger“ und ein Volontariat oder eine Journalistenschule zu ersten Schritten auf dem Weg zum Reporter oder Redakteur werden können – bei einer Zeitung, aber auch in vielen anderen Medien.

Von Informationen überfordert

„Es ist schwer geworden, den richtigen Beruf zu finden, weil die Informationsflut so groß ist“, sagte Petra Hanci vom drei Frauen starken Organisationsteam der Elternschaft. Viele Kinder seien damit überfordert und zu jung: „Mein Sohn ist nicht mal 18 Jahre alt, wenn er fertig mit dem Gymnasium ist.“ Koordinatorin Uta Heck will ihre Tochter, die allerdings erst in der siebten Klasse ist, nach dem Abitur erst einmal „für ein Jahr ins Ausland schicken, damit sie Lebenserfahrung sammeln kann“. Für Kinder, die schon eine Idee hätten, sei die Berufswahl nicht schwer, sagt Ilona Goldmann. Sie selbst habe schon mit 15 oder 16 Jahren genau gewusst, dass sie einmal Hotelfachfrau werden will – und so sei es auch gekommen. „Aber heute geraten viele Kinder ins Schwimmen.“