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Kein endgültiger AbschiedUwe Faber gibt Leitung seiner Löscheinheit in Hennef ab

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Uwe Faber gibt die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr ab.

Uwe Faber gibt die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr ab.

Mit einer großen Feier wurde Uwe Faber als Leiter der Einheit Söven verabschiedet.

Löschgruppenchef, Stadtjugendfeuerwehrwart, stellvertretender Wehrleiter – es gibt kaum eine Funktion bei der Freiwilligen Feuerwehr Hennef, die Stadtbrandinspektor Uwe Faber nicht schon ausgefüllt hat. Er ist Ausbilder und Motivator, er ist Vermittler und ein Löwe, wenn es um die Interessen „seiner“ Feuerwehr „Söven“ geht.

Jetzt hat der gerade mal 60-Jährige die Leitung der Einheit Söven an seinen bisherigen Stellvertreter Matthias Moore übergeben. „Ich will ein bisschen kürzer treten“, sagte er zur Begründung. Ob das gelingt, ist zumindest fraglich. Denn natürlich bleibt Faber der Feuerwehr erhalten, auch und vor allem in Führungsdiensten.

Uwe Faber kam vor 46 Jahren zur Jugendfeuerwehr

Dass da nicht irgendwer seinen Abschied von der Einheitsführung gab, zeigte schon die lange Liste der Ehrengäste. Bürgermeister Mario Dahm dankte ihm für sein herausragendes Engagement im Dienste der Bürger, der stellvertretende Kreisbrandmeister Markus Zettelmeyer erinnerte an überörtliche Einsätze, bei denen Faber mit seiner Expertise einstand. Der Hennefer Wehrleiter, Stadtbrandinspektor Markus Henkel, hob seine Dienste hervor, machte aber auch klar, dass da einer mit eigenem Kopf geht, der für seine Mannschaft stets gekämpft und versucht hat, das Beste rauszuholen. Er freue sich, dass er auf Faber weiter setzen könne.

Die eigentliche Laudatio aber hielt Matthias Moore, der seit dem 1. November 2016 mit dem Geehrten zusammen die Einheit Söven geführt hat. Vor 46 Jahren kam Faber zur Jugendfeuerwehr, schon 1983 durfte er sich Feuerwehrmann nennen. Er besuchte Lehrgänge und stieg 1989 zum Unterbrandmeister auf. Der Nachwuchs war immer sein Ding. Von 1988 bis 1993 war er Vize-Jugendwart der Löschgruppe, 1993 übernahm er den Job als Jugendwart.

Dienstgrad Hauptbrandmeister einfach übersprungen

Sein Weg auf der Karriereleiter führte ihn zur Feuerwehrschule nach Münster, 1997 brachte ihm das den Brandmeister ein. Die Jugendfeuerwehr in Sven musste er abgeben, weil ihn der damalige Chef der Feuerwehr, Heinz-Peter Krämer, zum stellvertretenden Löschgruppenführer ernannte. Das Thema Jugend aber blieb ihm erhalten, von 2001 bis 2006 war er Stadtjugendfeuerwehrwart.

Seine Fähigkeiten waren ebenso in der Wehrleitung gefragt. Mit Lutz Duckwitz bildete er die Stellvertretung für Krämer. Weil es so schnell ging mit dem Aufstieg, entdeckte Moore eine Kuriosität in den Akten Fabers: Den Dienstgrad Hauptbrandmeister übersprang er einfach, wurde 2004 gleich Brandinspektor und nur drei Jahre später Stadtbrandinspektor.

Schwarzer Tag der Löschgruppe: Das Feuerwehrgerätehaus brannte nieder

Am 1. November 2016 übernahm er schließlich die Löscheinheit Söven, „seine“ Feuerwehr. Mit Moore gemeinsam formte er die Truppe weiter zu der schlagkräftigen und hochmotivierten Freiwilligen Feuerwehr, wie sie sich heute präsentiert. Beide erinnern sich an den vielleicht schwärzesten Tag der Löschgruppe: Am 6. Juni 2022 gegen 23 Uhr, einem Montag, wurden die Einsatzkräfte zu einem Gebäudebrand gerufen. Die Adresse: ihr eigenes Gerätehaus. Hilflos mussten sie mit ansehen, wie ihr 1986 gebautes Heim niederbrannte. Denn ihre Fahrzeuge, ihre Schläuche, ihre Einsatzleitung wurden ein Raub der Flammen.

Die Zeit danach war schwierig, hat die Gruppe aber zusammengeschweißt und die Gemeinschaft gestärkt. Von damals 30 Mitgliedern ist sie gewachsen auf aktuell 57, wie Faber nicht ohne Stolz erzählt. Ein anderer Einsatz hat sich im eingeprägt: Beim Brand eines Hauses in Hennef-Bülgenauel starb ein junges Mädchen, er fand es in einem Schrank, in dem es sich vor dem Feuer versteckt hatte.

Moore sprach ihm nicht nur den Dank der Einheit, sondern auch seinen persönlichen aus: „Danke für deinen Mut, deine unzähligen Stunden Arbeit, deine Nerven und dein riesiges Herz für unsere Feuerwehr.“ Jetzt muss der Geehrte nicht mehr raus zu jedem Einsatz, aber sein Nachfolger gab ihm mit auf den Weg: „Einmal Feuerwehr, immer Feuerwehr.“