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Ungewisse ZukunftKunstkreis bangt um Kunsthalle in Lohmar

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Über die Jahre hat sich die Halle „LohmArt“ zum etablierten Kunstort entwickelt

Über die Jahre hat sich die Halle „LohmArt“ zum etablierten Kunstort entwickelt

Der Kunstkreis LohmArt hat die Halle über Jahre zu einem etablierten Kulturort entwickelt. Wie es jetzt weitergeht, ist jedoch noch nicht klar.

Seit 16 Jahren nutzt der Kunstkreis „LohmArt“ die ehemalige Gymnastikhalle auf dem Kindergartengelände an der Scheiderhöher Straße als Ausstellungsraum. Mit dem anstehenden Auszug der Kindertagesstätte steht die Zukunft des Gebäudes jedoch vor einer ungewissen Zukunft. „Nach dem Umzug des Kindergartens steht die gesamte Bebauung des städtischen Grundstücks leer – und wir wissen noch nicht, wie es für uns weitergeht“, sagt die Vorsitzende des Kunstkreises, Heidrun Wettengl.

Der Verein hatte die rund 120 Quadratmeter große Halle mit eigenen Mitteln ausgebaut und sie über die Jahre zu einem etablierten Kulturort entwickelt. Entsprechend groß ist die Sorge der Mitglieder. Denn für die künftige Nutzung des Grundstücks gibt es bislang keine verbindlichen Planungen, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilt. Man befinde sich „in einer ergebnisoffenen Prüf- und Abstimmungsphase“.

Verkauf des Areals wird nicht ausgeschlossen

Angesichts der attraktiven Lage und der hohen Verschuldung der Kommune wird auch ein Verkauf des Areals an einen Investor nicht ausgeschlossen. Überstürzen wolle man jedoch nichts, heißt es aus dem Rathaus. Grundsätzlich seien sowohl eine weitere städtische Nutzung als auch eine Investorenlösung denkbar. „Eine Entscheidung ist an klare inhaltliche und qualitative Zielsetzungen geknüpft, die noch nicht formuliert und politisch abgestimmt sind.“

Ein kurzfristiger Verkaufsdruck bestehe nicht. Zugleich betont die Stadt: „Eine Entwicklung des Grundstücks wird nur erfolgen, wenn für die Angebote des LohmART e.V. angemessene Lösungen gefunden werden.“

Eine Ausstellung in der Kunsthalle Lohmar

Eine Ausstellung in der Kunsthalle Lohmar

Wie diese Lösungen aussehen könnten, ist allerdings offen. Die Halle ist derzeit ausschließlich über das Kindergartengelände erreichbar; bei einer Neubebauung würde dieser Zugang entfallen. Hinzu kommt ein praktisches Problem für die kalte Jahreszeit: „Die Halle ist an die Holzpelletheizung des Kindergartens angeschlossen. Wenn dort niemand mehr ist, der sich darum kümmert, bleibt es bei uns im Herbst und Winter kalt“, erklärt Wettengl. Das zuständige Fachamt suche nach Möglichkeiten, die Versorgung sicherzustellen.

Ende Juni will sich „LohmArt“ erneut mit Bürgermeister Matthias Schmitz treffen, der das Engagement des Vereins ausdrücklich würdigt: „Die Halle ‚LohmArt‘ und der dort beheimatete Kunstverein sind ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in Lohmar.“

Eine mögliche Entwicklung des Grundstücks werde nur dann erfolgen, wenn tragfähige Alternativen für die kulturellen Nutzungen geschaffen würden. Das könne jedoch auch bedeuten, dass der Verein die Halle aufgeben und seine Aktivitäten an einen anderen Ort verlagern müsse – mit spürbaren Folgen, wie Wettengl befürchtet: „Derzeit zahlen wir eine Nutzungsentschädigung für die Halle. Mit einem Umzug wird es für uns wahrscheinlich teurer.“

Aktuell ist in der LohmART-Halle eine Ausstellung mit Werken des Overather Malers Josef Weiss. Sie ist am Samstag, 27. Juni, und am Sonntag, 28. Juni, jeweils von 11 bis 16 Uhr geöffnet.