Coach Ahmet Inal sieht immerhin eine „richtig, richtig gute zweite Halbzeit“. Siegburg zeigt in der Fußball-Mittelrheinliga erneut seine Last-Minute-Qualitäten.
Beim Trainer-DebütFC Hennef unterliegt Wegberg-Beeck mit 0:3

Der Hennefer Kapitän Ansgar Pflüger (am Ball) stemmt sich vergeblich gegen die drohende Niederlage.
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FC Hennef 05 – FC Wegberg-Beeck 0:3 (0:2). Dieser Gegner war eine Nummer zu groß für den Fußball-Mittelrheinligisten FC Hennef 05. Das musste auch der neue Cheftrainer hinterher einräumen. „Wegberg-Beeck ist eine Topmannschaft – und aktuell nicht unser Gradmesser“, kommentierte Ahmet Inal die 0:3-Niederlage im eigenen Stadion.
„Man hat meinen Jungs in der ersten Halbzeit die Verunsicherung angemerkt. Das ist auch wenig verwunderlich, schließlich bin ich schon ihr dritter Coach in dieser Saison.“ Auf den zweiten 45 Minuten ließe sich trotzdem aufbauen: „Die Leistung nach der Pause war richtig, richtig gut. Trotzdem müssen wir vor dem gegnerischen Tor deutlich gefährlicher werden. Es liegt noch viel Arbeit vor uns.“

Trainer Ahmet Inal und Luah Mahessa vom FC Hennef 05.
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Prince Donovan Agyemang (31.) und Salim Chekrouni (37.) hatten die Gäste per Doppelschlag mit 2:0 in Führung gebracht. Die Entscheidung fiel kurz nach dem Wiederanpfiff: Nach einem zu kurz geratenen Rückpass auf Keeper Jul Amin Bouakran sagte Agyemang „Danke“ – 3:0 (48.). Beide Trainer hatten jeweils einen Frühsenioren aufgeboten: Während der eingewechselte Leon Ibrahimi (17) bereits seinen zweiten Einsatz für die 05er verbuchte, stand der erste 16-jährige Rechtsverteidiger Ben Fuchs schon zum dritten Mal in der Beecker Startelf.
FCH: J. Bouakran – A. Bouakran, Karaca (59. Ibrahimi), Daus, Kubek (46. Kuzu) – Pflüger – Memeti, Mahessa, Mohallik (88. Wybierek), Imping (69. Yakisir) – Mowitz (46. Delkic).
FSV Neunkirchen-Seelscheid – Borussia Lindenthal-Hohenlind 0:1 (0:0). Christoph Gerlach zeigte sich hinterher enttäuscht von der Leistung seiner Elf. „Das war kein guter Auftritt von uns“, sagte der FSV-Coach. „Wir haben nicht die Energie auf den Platz gebracht, die in der Mittelrheinliga zwingend notwendig ist. In puncto Wachsamkeit und Körperlichkeit war mir das zu wenig.“ So genügte dem Mitaufsteiger aus Köln eine gefährliche Szene, um drei Punkte mitzunehmen: In der 67. Minute war es Vasyl Morpak, der zu viel Platz bekam und aus 16 Metern eiskalt abschloss – 1:0.
FSV: Stokowy – Keil, Busch, Hermanni, Wieschebrock – Schulz, Dreilich (82. Ernst) – Lorbach (70. Tel), Krämer (66. Friesen), Stephan – Schneider (70. Mai).
SpVg Frechen – Siegburger SV 04 2:2 (0:0). Die Siegburger haben einmal mehr ihre Comeback-Qualitäten unter Beweis gestellt. Nachdem Kerim Taskale mit einem sehenswerten Schlenzer für die Frechener Führung gesorgt hatte (51.), läutete der kurz zuvor erst eingewechselte Yuta Sakamaki mit seinem Ausgleichstreffer in der 80. Minute eine dramatische Schlussphase ein: Erst war es Taskale, der die Heimelf postwendend wieder in Front schoss (86.). Dann schnürte auch der Flügelstürmer der 04er seinen Doppelpack, indem er einen an Ju-yong Jo verursachten Foulelfmeter nervenstark verwandelte – 2:2 (90./+1).
Das Gute ist, dass uns nach diesem Saisonstart kein Gegner mehr die Favoritenrolle zuschiebt
Damit retteten die Gäste wie schon im jüngsten Derby gegen den FSV Neunkirchen-Seelscheid (2:2) in allerletzter Sekunde einen Punkt. Trotzdem war Chefcoach Alexander Otto hinterher „richtig sauer. Ich habe den Eindruck, dass wir uns im Moment auf unserem Potenzial ausruhen. Das Gute ist, dass uns nach diesem Saisonstart (fünf Punkte aus vier Spielen, Anm. d. Red.) kein Gegner mehr die Favoritenrolle zuschiebt.“
SSV: Braun – Gawenda (79. Sakamaki), Lang, Dittrich, Jo – Rosic (63. Westerhoff), Suleiman – Schnörpel (73. Ibishi), Mahessa, Ohashi (46. Dang) – Kuhbier (63. Elliott).
